
VAG-COM
Windows-basiertes
Diagnose-Programm
für VW / Audi / SEAT / Skoda
Handbuch
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Stand: 01.01.2006

VAG-COM
Eingangs-Bildschirm




Dieser Bildschirm erscheint, wenn Sie VAG-COM starten, indem Sie auf die
Verknüpfung auf Ihrem Desktop doppelklicken oder das Programm im Programmordner
Ihres Startmenüs anwählen.
In der Online-Version dieses Handbuchs können Sie auf die Schaltknöpfe in
den Screen-Shots klicken, um durch das Handbuch zu navigieren.
Sie können auch das Inhaltsverzeichnis am Ende des Handbuchs benutzen.
Klicken Sie dazu auf den Schaltknopf Ende
oder benutzen Sie die Tastenkombination STRG + ENDE.
Die grau unterlegten Schaltknöpfe beziehen sich auf Funktionen, die noch
nicht verfügbar sind.
Wenn Sie wissen wollen, wie Sie VAG-COM registrieren
und aktivieren können, klicken Sie
auf den Schaltknopf Über oder
schlagen Sie im Kapitel „Aktivierung (Freischaltung)“ nach.
Hinweis: Die
Funktionseinschränkungen der Shareware-Version des Programms werden in diesem
Handbuch am Ende jedes Kapitels angegeben.

VAG-COM
Bildschirm
„Steuergerät
auswählen“


Die verschiedenen in einem Fahrzeug eingebauten Computer werden
„Steuergeräte“ genannt. Auf diesem Bildschirm wählen Sie aus, welches
Steuergerät Sie ansprechen möchten. Der Bildschirm ist unterteilt in 6
Register, auf denen Sie für jede Steuergerät-Adresse, die derzeit von den
VAG-eigenen Diagnosegeräten VAS 5051 und VAS 5052 unterstützt wird, einen
Befehlsschaltknopf finden. Die Schaltknöpfe sind beschriftet mit der
Bezeichnung des Steuergerät-Typs und einer Nummer, die dem Adreßwort der
VAG-Reparaturleitfäden entspricht.
Hinweis: Kein Fahrzeug hat alle Steuergeräte! Neuere Fahrzeuge
haben mehr, ältere weniger.
Um eine Kommunikation mit einem bestimmten Steuergerät aufzubauen, brauchen
Sie nur auf den entsprechenden Schaltknopf klicken. In der Demoversion wie im
Online-Handbuch funktioniert nur der Schaltknopf Motorelektronik.
Direkteingabe
Sie können jede Adresse auch von Hand eingeben. Tragen Sie einfach das
Adreßwort ein und klicken Sie auf Suchen.
Um zum Hauptbildschirm zurückzukehren, klicken Sie auf Zurück.
Wenn Sie das Airbag-Steuergerät anwählen und VAG-COM beim
Zugriff darauf Probleme hat, wird wegen des Airbag-Problems
(Einzelheiten siehe Anhang
A: Bekannte Probleme Seite 60) folgende Warnung ausgegeben, die Sie unbedingt
beachten sollten:

Einschränkungen der
Shareware-Version:
Keine.

VAG-COM
Bildschirm
“Steuergerät öffnen / Funktion wählen“



Dieser Bildschirm erscheint, wenn VAG-COM versucht,
eine Kommunikation mit einem Steuergerät aufzubauen.
Kommunikationsstatus
Zeigt den Zustand der laufenden Kommunikation. Es ist nicht ungewöhnlich,
wenn VAG-COM mehrere Versuche braucht, bis die Kommunikation aufgebaut ist.
Wenn sie besteht, werden folgende Meldungen angezeigt.
IC= zeigt, das wievielte
Mal sie initialisiert wurde. Wenn IC größer ist als 1, ist die Kommunikation
nicht 100 % zuverlässig.
TE= ist ein Zähler für
Übertragungsfehler innerhalb einzelner Datenpakete und kann auf unzuverlässige
Kommunikation hinweisen, wenn der angezeigte Wert größer als 0 ist.
RE= ist ein Zähler für
Empfangsfehler innerhalb einzelner Datenpakete und kann ebenfalls auf unzuverlässige
Kommunikation hinweisen, wenn der angezeigte Wert größer als 0 ist.
Protokoll zeigt an, ob das Steuergerät das KWP-1281-, das KWP-2000-
oder das CAN-Protokoll benutzt. Ein rotierender Zeiger bedeutet, daß eine
Verbindung besteht.
KWP-1281 ist das ursprüngliche Diagnoseprotokoll des
VAG-Konzerns. Es wird benutzt bei allen diagnosefähigen Systemen bis zum
Modelljahr 2000. KWP-2000 ist das neuere VAG-eigene Diagnoseprotokoll. Es wird
eingesetzt bei einigen ABS-Systemen aus dem Jahr 2001 und einigen Motoren,
Schaltungen und Airbags aus dem Jahr 2002, und in größerem Umfang bei allen VAG-Fahrzeugen
seit Baujahr 2003. CAN wird in den jüngsten Generationen einiger Modelle des
VAG-Konzerns seit Baujahr 2003 zur Fahrzeugdiagnose verwendet und ist das
Diagnoseprotokoll der Zukunft. Zur Nutzung dieses Protokolls ist ein eigenes
Leitungssystem im Fahrzeug, der sog. CAN-Bus, und dementsprechend spezielle,
CAN-fähige Diagnosehardware erforderlich, die auf diesen Bus zugreifen kann. Im
Unterschied zu der bisher für die Diagnose verwendeten einzelnen K-Leitung nach
ISO9141 kommt beim CAN-Bus ein verdrilltes Kabelpaar mit differentieller Signalübertragung
zum Einsatz. Dieser Bus ermöglicht eine theoretisch fast 50-fach schnellere
Datenübertragung als bisher möglich (500 kb/s statt 10,4 kb/s.). Praktisch
liegen die tatsächlichen erzielbaren Datenübertragungsraten deutlich niedriger,
bei manchen Steuergeräten sind sie nicht höher als bei der klassischen
K-Leitung. VAG-COM unterstützt den CAN-Bus seit Version 404, sofern ein
geeigneter Diagnoseadapter verwendet wird. Wenn nicht, erscheint beim Versuch,
auf ein am CAN-Bus angeschlossenes Steuergerät zuzugreifen, die Fehlermeldung
„CAN-fähiger Diagnoseadapter erforderlich“ oder einfach „Steuergerät nicht gefunden“.
Zur Zeit läuft die Eigendiagnose bei folgenden
Fahrzeugmodellen bereits über den CAN-Bus:
·
Alle Fahrzeugmodelle, die auf der neuen
Golf-5-Plattform beruhen. Dazu gehören:
·
VW Touran (Modell 1T) seit Baujahr 2003
·
VW Golf (Modell 1K) seit Baujahr 2004)
·
VW Caddy (Modell 2K) seit Baujahr 2004
·
Audi A3 (Modell 8P) seit Baujahr 2004
·
SEAT Altea (Modell 5P) seit Baujahr 2004
·
Skoda Octavia (Modell 1Z) seit Baujahr 2004
·
VW Golf Plus (Modell 5M) seit Baujahr 2005
·
VW Jetta (Modell 1K) seit Baujahr 2005/5
·
SEAT
Toledo (Modell 5P) seit Baujahr 2005
·
SEAT Leon (Modell 1P) seit Baujahr 2005
·
VW Eos (Modell 1F) seit Baujahr 2006
·
Audi A8 und A8L (D3-Plattform, Modell 4E) seit Baujahr
2003
·
VW Transporter T5, einige Varianten seit Baujahr 2004
·
Audi A6 (C6-Plattform, Modell 4F) seit Baujahr 2005
·
Audi A4 („B7“-Plattform) seit Baujahr 2005 (einige
Steuergeräte, VAG-COM Version 500 oder höher erforderlich!)
·
VW Passat (B6-Plattform, Modell 3C) seit Baujahr 2005/5
Geräteinformation
Wenn die Kommunikation aufgebaut ist, werden hier alle zur Identifikation
des Steuergeräts erforderlichen Daten angezeigt.
VAG Nummer ist die VW/Audi-Teilenummer
für dieses Steuergerät. Sie ist oft identisch mit der Nummer auf dem
Steuergerät selbst.
Bauteil zeigt weitere
Informationen zur Identifikation und kann eine Versionsnummer der internen
Firmware des Steuergeräts enthalten.
Codierung ist die
Software-Codierung, die verschiedene Optionen für das Steuergerät festlegt.
Werkstattcode zeigt den
Werkstattcode an, der in dem Diagnoseprogramm gespeichert war, mit dem dieses
Steuergerät beim letzten Mal codiert wurde.
Anmerkung: Einige ältere Steuergeräte
sind nicht codierbar und daher kann eine Bosch-Teilenummer oder eine andere
Information in diesem Feld angezeigt werden.
Die Extra-Felder können in
manchen Fahrzeugen die Fahrzeug-Ident.-Nummer, Daten zur Wegfahrsperre oder die
Teilenummer von Untersteuergeräten beinhalten.
Grundfunktionen
Diese Gruppierung von “sicheren” Funktionen dient zum Auslesen
unterschiedlicher Daten aus dem Steuergerät. VAG-COM prüft bei jedem
Steuergerät, welche Funktionen unterstützt werden und aktiviert nur die unterstützten
Befehlsschaltflächen. Wenn eine Schaltfläche grau unterlegt und damit inaktiv
ist, heißt dies, daß die betreffende Funktion vom aktuell angewählten
Steuergerät nicht unterstützt wird.
Erweiterte Funktionen
Mit diesen Funktionen können diverse Änderungen an der „Programmierung“ des
Steuergeräts vorgenommen werden. Bevor Sie mit ihnen „spielen“, sollten Sie den
VW-Reparaturleitfaden (oder irgendeine andere Verfahrensdokumentation) für Ihr
spezielles Fahrzeug heranziehen. Es ist absolut möglich, daß Sie Ihr Fahrzeug
funktionsunfähig machen oder einzelne Bauteile beschädigen, wenn Sie ohne
ausreichende Kenntnis und Übung hier Änderungen vornehmen.
Jede Funktion wird in einem eigenen Kapitel dieses Handbuchs näher erläutert.
In der Online-Version können Sie auf die entsprechenden Schaltknöpfe der
Abbildung klicken, um zum einschlägigen Kapitel zu gelangen.
Benutzen Sie Ausgabe beenden,
um die Kommunikation ordnungsgemäß zu beenden und zum Bildschirm „Steuergerät auswählen“ zurückzukehren.
Die Nummern auf den Schaltknöpfen entsprechen den Funktionsnummern der
VAG-eigenen Testgeräte.
Einschränkungen der
Shareware-Version
Die Funktionen Grundeinstellung und Stellglieddiagnose
sind blockiert.

VAG-COM
Bildschirm “Fehlercodes”
(Funktionen 02 & 05 des
VAG 1551/1552)


Auf diesem Bildschirm zeigt VAG-COM die Fehlercodes (auch DTCs für
„Diagnostic Trouble Codes). Das vorliegende Beispiel betrifft ein Steuergerät
für ein automatisches 4-Gang-Schaltgetriebe. Man sieht, daß VAG-COM die
Fehlercode-Nummern zeigt und diese auch in Text dekodiert.
Die fünfstellige Nummer zu Beginn jedes Eintrags ist der standardisierte
VAG-Fehlercode, wie er in den Reparaturleitfäden verzeichnet steht. Der Text
ist eine Bezeichnung des Bauteils und der Fehlerart. Die Kombination aus
Buchstabe und Zahlen in Klammern ist die Bauteil-Identifikationsnummer nach
DIN, die von einer kurzen Fehlerbeschreibung gefolgt wird. In einer zweiten
Zeile wird der dem VAG-Fehlercode entsprechende Fehlercode nach den internationalen
OBD2-Normen angezeigt, bestehend aus einem Buchstaben und einer 4-stelligen
Zahl, sofern ein entsprechender Fehlercode in den OBD2-Normen vorgesehen ist.
Es gibt jedoch Tausende von herstellerspezifischen VAG-Codes ohne
OBD2-Entsprechung.
Codes löschen entfernt die
Fehlercodes aus dem Speicher des Steuergeräts. Seien Sie sich darüber im
Klaren, daß damit die Ursache nicht beseitigt ist, die den Fehlercode ausgelöst
hat. Fehlercodes sollten erst gelöscht werden, wenn die Bedingungen, die sie
verursacht haben, zuvor in Ordnung gebracht worden sind.
Anmerkung: Es gibt keine
Möglichkeit, einzelne Fehlercodes unter Beibehaltung der anderen zu löschen.
Dies ist keine Einschränkung in VAG-COM, sondern einfach die Art und Weise, wie
die VAG-Protokolle funktionieren.
Gespeicherte Randbedingungen
liefert bei Steuergeräten, die das KWP-2000 Protokoll benutzen, die
Gespeicherten Randbedingungen (Freeze-Frame-Daten) zu den Fehlercodes. Wenn Sie
die Randbedingungen zu einem bestimmten Fehlercode sehen wollen, klicken Sie
den Fehlercode im Feld Fehlercodes
an und betätigen Sie anschließend die Schaltfläche Gespeicherte Randbedingungen.
Anmerkung: Diese Funktion wird
nicht von allen Steuergeräten unterstützt. Zur Zeit können nur wenige Fahrzeuge
auf der Basis der VAG-eigenen Datenprotokolle mit Gespeicherten Randbedingungen
umgehen. Wenn diese Funktion nicht verfügbar ist, wird anstelle der Daten eine
selbsterklärende Meldung angezeigt. Zur Zeit ist nur von den Modellen der
Golf5-Plattform bekannt, daß sie diese Funktion unterstützen.
Codes drucken druckt einen
Fehlercode-Bericht aus. Wenn ihr PC dabei nicht an einen Drucker angeschlossen
ist, benutzen Sie zunächst die Windows-Option “Drucker offline verwenden”. Wenn
Sie den Drucker dann später anschließen, schalten Sie diese Option einfach
wieder aus und Ihr Bericht wird gedruckt.
Codes kopieren kopiert die
Codes in die Zwischenablage und gibt Ihnen die Möglichkeit, sie in ein
Textverarbeitungsprogramm Ihrer Wahl einzufügen, z.B. in eine WINWORD- oder
NOTEPAD-Datei.
Codes speichern speichert
eine Datei mit einem Fehlercode-Bericht im Nur-Text-Format in den Unterordner
LOGS des VAG-Programmverzeichnisses auf dem PC.
Zurück bringt Sie zurück
zum Bildschirm “Steuergerät öffnen / Funktion wählen”,
wo Sie andere Funktionen auswählen können. Es ist auch der einzige
Befehlsschaltknopf, der in der Demoversion und im Online-Handbuch funktioniert.
Einschränkungen der
Shareware-Version:
Die unregistrierte/nicht aktivierte Version von VAG-COM dekodiert nur einen
Bruchteil der gefundenen Fehlercodes in
Klartext, zeigt aber immer alle Fehlercode-Nummern.
Die Funktion Gespeicherte
Randbedingungen ist nicht verfügbar.

VAG-COM
Meßwertblöcke
(Funktion 08 des VAG 1551/1552)


Auf diesem Bildschirm können Sie alle Arten von Daten aus dem Steuergerät in
Echtzeit auslesen.
Verwenden Sie Auf und Ab, um die verfügbaren Gruppen
zu durchsuchen (000 - 255 in den meisten Steuergeräten). Die meisten
Steuergeräte aus den Jahren 1996 und später haben Gruppen im Bereich von 200,
aber es gibt häufig Lücken bzw. Gruppen, die nicht besetzt sind. In diesem Fall
zeigt VAG-COM die Meldung ”Fehler: Gruppe xxx nicht verfügbar” oder die
Anzeigefelder bleiben einfach leer.
Sie können eine Gruppen-Nummer auch direkt in ein Gruppen-Feld eingeben und
auf Start klicken.
Die Daten der Meßwertblöcke können auch protokolliert werden. Weitere
Informationen dazu finden sich im Kapitel „Daten protokollieren“ Seite 13, das Sie im
Online-Handbuch erreichen, wenn Sie auf den Schaltknopf Protokollieren im vorstehenden Screen-Shot klicken.
Wenn Sie eine graphische Darstellung der ausgelesenen Daten sehen wollen,
klicken Sie auf die Schaltfläche VAG
Scope. Damit wird das gleichnamige Zusatzprogramm (Plugin) zu VAG-COM
aufgerufen, das eine graphische Darstellung in Echtzeit ermöglicht
(Einzelheiten siehe Kapitel „VAG-Scope
– Graph-Plugin“ Seite 15).
Umschalten zu Grundeinstellungen
kann benutzt werden, um direkt zu den Grundeinstellungen für die Gruppe zu
gelangen, die aktuell angezeigt wird. Dies sollte man nur unter Zuhilfenahme
des Reparaturleitfadens tun, oder wenn man sich an ein anderes dokumentiertes
Verfahren hält. Weitere Informationen im Kapitel „Grundeinstellungen“ Seite 26. In der Demoversion bzw. im Online-Handbuch gelangen
Sie dorthin, wenn Sie auf den entsprechenden Schaltknopf im Screen-Shot
klicken.
Anmerkung: Mehrere Gruppen sind
in den Grundeinstellungen nicht erlaubt. Der Schaltknopf Umschalten zu Grundeinstellungen ist absichtlich
deaktiviert, wenn in der zweiten und dritten Reihe Gruppen aktiv sind. Um eine
aktive Gruppe anzuhalten, klicken Sie auf das Feld, das die Gruppen-Nummer
anzeigt (als ob Sie eine neue Nummer eingeben wollten). Bei Steuergeräten, die
KWP-2000 benutzen, ist diese Schaltfläche ebenfalls deaktiviert. Sie müssen in
diesen Fällen zum Bildschirm „Grundeinstellungen“
wechseln.
Die Daten, die in den einzelnen Meßwertblock-Gruppen
dargestellt werden, variieren stark je nach Steuergerät und je nach Modell und
Baujahr. Einige Gruppen sind in den Reparaturleitfäden dokumentiert, viele aber
nicht. Sie brauchen keine Angst zu haben, die Steuergeräte in Ihrem Fahrzeug zu
erforschen, indem sie alle Gruppen durchsuchen. Mit der Meßwertblock-Funktion
können Sie keinen Schaden anrichten!
VAG-COM versucht in jedem Fall, die Rohdaten aus dem Steuergerät in
wirklichkeitsnahe Einheiten wie Grad C°, km/h usw. zu übersetzen. Zur Zeit
werden alle Meßwerte in metrische Einheiten umgerechnet.
Anmerkung: Gruppe 000 und
jede andere Gruppe, die 10 Felder statt 4 zeigt, sind Ausnahmen. Eine
Umrechnung ist hier nicht möglich, weil das Steuergerät keine Information über
den „Datentyp“ ausgibt. Gruppen dieser Art können nur in der obersten Reihe des
Bildschirms angezeigt werden.
VAG-COM versucht auch, so gut wie möglich zu erläutern, was die Daten
bedeuten. Leider sind die Informationen über den „Datentyp“ aus dem Steuergerät
nicht sehr genau. Zum Beispiel kann VAG-COM sagen, daß ein bestimmtes Feld eine
Temperatur enthält, aber die Daten vom Steuergerät lassen nicht erkennen, ob es
die Kühlmitteltemperatur ist oder die Saugrohrtemperatur.
Um die Verwirrung zu vermindern, unterstützt
VAG-COM Label-Dateien (Dateien mit angepaßten
Feldbezeichnungen) und zeigt den Namen der aktuell benutzten Label-Datei in der
linken oberen Ecke des Bildschirms mit an. Wenn Sie die Funktion
„Meßwertblöcke“ aufrufen, sucht VAG-COM im Unterordner LABELS des
Programmverzeichnisses nach einer passenden Label-Datei des Typs *.LBL, deren
Dateiname der VAG-Teilenummer des ausgelesenen Steuergeräts entspricht, die Sie
auf dem Bildschirm „Steuergerät öffnen“ sehen können. Wenn eine solche Datei nicht
zu finden ist, liefert VAG-COM Standard-Feldbezeichnungen und stützt sich dabei
auf eine “intelligente Annahme” darüber, was ein bestimmter Datentyp bedeutet.
Die Diagnosegeräte VAG 1551 und 1552 der Fachwerkstätten geben überhaupt keine
Erläuterungen, sondern zeigen nur, was in den Anzeigefeldern zu sehen ist.
Neuere Label-Dateien enthalten außer den
eigentlichen Labels, also den Bezeichnungen für die einzelnen Felder der
Meßwertblöcke, auch zusätzliche nützliche Informationen über vorhandene
Codierungsoptionen und Anpassungswerte für das betreffende Steuergerät.
Bei Gruppe 000, die aus 10 Feldern besteht,
können die Feldbezeichnungen aus Platzgründen nicht unter den Feldern angezeigt
werden. Daher sind für diese Gruppe spezielle Bezeichnungen entwickelt worden,
die in einer Sprechblase aufscheinen, wenn man auf das betreffende Feld klickt.

Solche Sprechblasen können auch bei allen anderen
Feldern durch Anklicken aktiviert werden. Sie zeigen dort Zusatzinformationen
an wie z.B. zugehörige Sollwerte.
Abtastrate: Man kann bei
einem 1997er VR6 Steuergerät mit aggressivster Protokoll-Taktung (wie auf dem
Bildschirm „Optionen“ gezeigt) auf knapp über 4.0 Messungen pro
Sekunde kommen. Das Steuergerät läuft dabei mit 9600 Baud. Die meisten neueren
Steuergeräte laufen mit 10400 und sollten entsprechend mehr ergeben. Wenn 2
Gruppen gleichzeitig ausgelesen werden, sinkt die Abtastrate natürlich auf ca.
2.0, und bei 3 Gruppen gleichzeitig auf ca. 1.3.
Die Abtastrate variiert von Steuergerät zu Steuergerät und der PC hat
ebenfalls einen gewissen Einfluß. Weitere Informationen siehe FAQ 2. Welche Abtastraten
lassen sich bei der Kommunikation
mit einem Steuergerät erzielen? im Anhang B.
Einige Steuergeräte (insbesondere AG4-Getriebe und Digifant-III-STG’s)
verwenden einen “hybriden” Datentyp, der es notwendig macht, eine lange
Kopfzeile auszulesen, wenn man die Gruppennummern ändert. Das Auslesen mehrerer
Gruppen funktioniert zwar auch damit, aber die Abtastrate wird dabei wirklich
miserabel. Wenn Sie in der Anzeige der Abtastrate die ganze Zeit nur „Lese
Kopfzeile“ zu sehen bekommen, wissen Sie, daß Sie es mit einem solchen
Steuergerät zu tun haben.
Bei Motor-Steuergeräten, die KWP-2000 nutzen, wird auf dem Bildschirm „Meßwertblöcke“ ein Button Turbo angezeigt, mit dem die Abtastrate deutlich erhöht
werden kann, in manchen Fällen auf über 30 Messungen pro Sekunde beim
Protokollieren einer einzelnen Gruppe. Voraussetzung ist hardwareseitig, daß
der verwendete Diagnose-Adapter mit einer eingebauten Hardware-Beschleunigung
ausgestattet ist. Einzelheiten zu den Hardware-Eigenschaften Ihres Adapters erfahren
Sie beim Hersteller (ggf. bei www.auto-intern.de). Wird die Turbo-Taste betätigt, bleibt
VAG-COM in diesem Hochgeschwindigkeits-Modus, bis Sie den Bildschirm „Meßwertblöcke“ schließen.
Mit Fertig, Zurück gelangen
Sie wieder zum Bildschirm „Steuergerät öffnen /
Funktion wählen“.
Warnung!
Wenn Sie Echtzeitdaten während des Fahrens beobachten wollen, nehmen Sie
sich jemanden zu Hilfe. Wer fährt, sollte nicht
zugleich die Daten beobachten!
Einschränkungen der
Shareware-Version:
Nur die Gruppen 001-025 können ausgelesen werden, die Gruppen 000 und
026-255 sind blockiert.
Der Befehlsschaltknopf Umschalten
zu Grundeinstellungen ist blockiert.


VAG-COM
Daten
protokollieren

Sie können die Daten der Meßwertblöcke in einer CSV-Datei protokollieren.
Diese Art von Dateien kann mit EXCEL oder anderen Anwendungen geöffnet und
analysiert werden. Am einfachsten ist die Auswertung aber mit dem
programmeigenen Plugin VAG Scope, das ein
komfortables Werkzeug zur graphischen Darstellung von Protokolldaten
bereitstellt (siehe Seite 15).
Wenn der Protokoll-Dialog aktiv ist, können Sie die Befehle Start, Stop und Weiterfahren
nutzen, die alle mit demselben Befehlsschaltknopf ausgelöst werden, dessen
Beschriftung sich entsprechend ändert. Mit Start
beginnt die Protokollierung, mit Weiterfahren
können Sie einen mit Stop
unterbrochenen Protokollierungsvorgang wieder aufnehmen.
Die Schaltfläche Markierung
schreibt eine laufende Nummer in eine eigene Spalte der Protokolldatei. Dies
kann bei der Datenanalyse hilfreich sein.
Mit Durchsuchen können Sie
auf den Laufwerken Ihres Rechners den Ordner wählen, in den die aktuelle
Protokolldatei gespeichert werden soll. Voreingestellt ist der Unterordner LOGS
des Programmverzeichnisses von VAG-COM. Als Dateiname ist voreingestellt die
Nummer des Steuergeräts, gefolgt von den Nummern der derzeit angezeigten
Meßwertblock-Gruppen. Er kann beliebig abgeändert werden. Wenn Sie eine
bestehende Datei verwenden, werden die neuen Daten an die alten angehängt.
Umschalten zu Grundeinstellungen
ist derzeit während der Protokollierung nicht verfügbar (wird eventuell in
einer späteren Version ergänzt). Sie können jedoch auch vom Bildschirm „Grundeinstellungen“ aus eine Protokollierung starten.
Wenn VAG-COM darauf besteht, daß es keine Protokoll-Datei öffnen kann, fehlt
wahrscheinlich der Unterordner LOGS in ihrem Programmverzeichnis, den Sie
entweder selbst von Hand anlegen können oder durch Neuinstallation des
Programms wieder gewinnen.
Mit Schließen kehren Sie
zurück zum Bildschirm „Meßwertblöcke“.
Wenn beim Protokollieren die Option Nur
Motordrehzahl protokollieren aktiviert ist, wird nur die Motordrehzahl
aufgezeichnet, und dies auch nur bei Gruppen, bei denen sie im ersten Feld angezeigt
wird. Nullwerte werden unterdrückt. Diese Funktion kann nützlich sein, wenn das
Protokoll an ein anderes Programm weitergegeben werden soll.
Zur graphischen Darstellung der protokollierten Daten mit MICROSOFT EXCEL
gehen Sie vor wie folgt:
1. Geben Sie im Feld Dateiname
ggf. einen anderen Namen an. Andernfalls wird die voreingestellte Datei
benutzt.
2. Klicken Sie auf Stop,
um den Protokollierungsvorgang zu beenden, und dann auf Schließen.
3. Öffnen Sie EXCEL und wählen Sie im Hauptmenü Datei/Öffnen. Ändern Sie die Voreinstellung im Feld Dateityp auf Alle Dateien (*.*) und suchen
Sie die Protokolldatei auf, die Sie bearbeiten wollen.
4. Markieren Sie in der geöffneten Protokolldatei die Spalte mit den Daten,
die Sie graphisch auswerten wollen.
5. Klicken Sie auf das Symbol Diagramm-Assistent
und wählen Sie als Diagrammtyp
den Typ Punkt (XY) und einen Diagrammuntertyp mit Linien.
Warnung!
Wenn Sie VAG-COM während der Fahrt benutzen,
nehmen Sie jemanden zur Hilfe. Wer fährt, sollte nicht zugleich den PC
bedienen.
Einschränkungen der
Shareware-Version:
Wie bei der Funktion Meßwertblöcke.

VAG-COM

VAG-Scope kann entweder über eine Verknüpfung im VAG-COM-Ordner des
Startmenüs selbständig aufgerufen werden, um gespeicherte
Meßwertblock-Protokolldateien abzuspielen, oder es kann direkt aus VAG-COM
heraus über die Schaltfläche VAG
Scope auf dem Bildschirm Meßwertblöcke
gestartet werden, um die aktuell ausgelesenen Meßwertblock-Daten in Echtzeit
graphisch darzustellen. Beides gleichzeitig ist allerdings nicht möglich. Wenn
VAG Scope als eigenständiges Programm läuft, startet VAG-COM nicht. Wenn es
über VAG-COM gestartet wurde, kann es nicht
gleichzeitig noch einmal als selbständiges Programm gestartet werden.
Ab Version 1.8 unterstützt VAG Scope auch die
graphische Darstellung von generischen OBD2-Meßwerten, die im Modus 1
ausgelesen werden.
Welche Daten graphisch dargestellt werden sollen, können Sie durch Ankreuzen
der betreffenden Felder bestimmen.
Am linken Rand des Graphen werden die eingestellten Minimal- und Maximalwerte
für den jeweiligen Meßwert angezeigt, der ausgelesen wird.
Für die häufigsten Meßwerteinheiten wie Temperatur, Geschwindigkeit, Druck
usw. enthält das Programm vordefinierte Minimal- und Maximalwerte, die auf dem
Bildschirm Einstellungen eingesehen und geändert können werden können (siehe
unten).
Sie können auch hier auf dem Hauptbildschirm geändert werden, indem Sie
zunächst auf das betreffende Datenfeld klicken und dann im Abschnitt Vertikaler Maßstab die
angezeigten Werte überschreiben. Die neuen Werte werden übernommen, sobald Sie
einen neuen Durchlauf starten. Sie werden auch, verknüpft mit dem
Steuergerät-Typ, der gerade ausgelesen wird, dauerhaft in einer editierfähigen
Datei gespeichert, deren Namen aus der Teilenummer des Steuergeräts und der
Dateiendung .SCL besteht. Diese Art von Dateien wird automatisch im Unterordner
SCALING des Programmverzeichnisses von VAG-COM angelegt, sobald Sie eine
Protokolldatei starten. Sobald Sie beim nächsten Mal ein Steuergerät gleichen
Typs, d.h. mit derselben Teilenummer, auslesen, werden die hier gespeicherten
Werte automatisch geladen und angezeigt, einschließlich eventueller Änderungen,
die Sie zwischenzeitlich vorgenommen haben.
Wenn Sie beispielsweise einen TDI-Motor auslesen, führt der voreingestellte
Maximalwert 6000 für die Drehzahl, der für Benzinmotoren gedacht ist, zu einer
sehr geringen Auflösung der Kurvendarstellung. Die Auflösung wird verbessert,
wenn der Maximalwert hier auf 4500 eingestellt wird.
Die voreingestellten Maßstabswerte unter dem Menübefehl Einstellungen bleiben von Änderungen auf dem Hauptbildschirm
unberührt, weil sie vom Steuergerät-Typ unabhängig sind und nur geladen werden,
wenn VAG-COM keine steuergerätspezifischen Informationen findet.
Im Abschnitt Horizontaler Maßstab
können Sie die Pixelzahl verstellen, d.h. die Anzahl der Bildpunkte, mit der
jeder ausgelesene Meßwert in der graphischen Kurve dargestellt wird. Je höher
Sie die Pixelzahl einstellen, desto schärfer wird die Auflösung, d.h. desto
genauer wird die Kurve. Voreingestellt ist 3.
Im Abschnitt Geschwindigkeit und
Zeit können Sie durch Betätigen der Vor- und Rücktasten die Geschwindigkeit
regulieren, mit der eine Protokolldatei abgespielt wird.
Hinweis: VAG Scope unterstützt
derzeit noch keine Datenanhänge in Protokolldateien wie sie entstehen, wenn Sie
beim Auslesen von Meßwertblöcken die Daten aus einer zweiten Sitzung in
derselben Protokolldatei an die Daten einer ersten Sitzung anhängen lassen. Es
werden nur die Daten der ersten Sitzung angezeigt und dann erscheint die
Fehlermeldung „Unerwartetes Meßwertende“.
Sie können sich die einzelnen Meßwerte statt mit einer Kurve auch mit der
Skala eines Zifferblatts anzeigen lassen, indem Sie mit der rechten Maustaste
auf das kleine Farbfeld am rechten oberen Rand des Datenfelds klicken, das Sie
anzeigen lassen möchten. Es erscheint dann ein eigener Bildschirm mit einem
Zifferblatt, das den Instrumenten eines Armaturenbretts nachgebildet ist. Jeder
Bildschirm kann einzeln beliebig verschoben und in seiner Größe verändert
werden. Rechtsklick mit der Maus auf das Zifferblatt eröffnet ein Menü mit
Einstellmöglichkeiten für das äußere Aussehen und zum Setzen von Markierungen
für Minimal- und Maximalwert.

Um die Voreinstellungen des Programms zu verändern, klicken Sie links oben
im Programmfenster auf das ROSS-TECH-Symbol und wählen Sie aus der
aufklappenden Auswahlliste den Befehl Einstellungen.
Einstellungen
Im Abschnitt Farben können
die Farben der Linien, des Hintergrunds und des Gitternetzes eingestellt
werden.
Im Abschnitt Maßstabs-Voreinstellungen
finden sich vordefinierte Minimal- und Maximalwerte für die 10 häufigsten
Maßeinheiten beim Auslesen von Daten aus Meßwertblöcken, die den vertikalen
Maßstab für deren graphische Darstellung auf dem Hauptbildschirm festlegen.
Durch Betätigen der Pfeiltasten können Sie sich die Werte anzeigen lassen. Sie
sind in der editierfähigen Datei DEFAULTS.CFG im Unterordner SCALING des
Programmverzeichnisses von VAG-COM gespeichert und werden von VAG Scope geladen
und als allgemeiner Standard benutzt, wenn das Programm den Typ des
Steuergeräts noch nicht kennt, das ausgelesen wird. Sendet das Steuergerät
Daten eines Typs, für den VAG Scope die passende Maßeinheit nicht kennt, setzt
es den Minimalwert auf 0 und den Maximalwert auf 100. Sobald sich im Ordner
SCALING jedoch eine spezifische Einstellungs-Datei findet, die zum Steuergerät
paßt, wird diese geladen und angewendet, einschließlich eventuell darin
gespeicherter benutzerdefinierter Einstellungen (s dazu oben).
Die Maßstabs-Voreinstellungen lassen sich ändern, indem man die
vorfindlichen Werte in den Eintragungsfeldern einfach überschreibt und auf Speichern und Schließen klickt.
Mithilfe der Schaltfläche Neu
können auch neue Maßeinheiten festgelegt werden.
Im Abschnitt Reichweite und
Kraftstoffverbrauch können auf dieselbe Weise Maximalwerte für die
graphische Darstellung entsprechender Meßwerte festgelegt werden. Im Feld Durchschnittsfaktor legen Sie
fest, aus wieviel einzelnen Meßwerten VAG Scope einen Durchschnitt bilden soll,
um bei starken Abweichungen den Kurvenverlauf zu dämpfen. Mit dem Standardwert
1 wird gar kein Durchschnitt gebildet.

Anmerkung: Mit VAG Scope können Sie Protokolldateien abspielen,
die mit jeder beliebigen Version von VAG-COM erstellt wurden. Um laufende
Betriebsdaten in Echtzeit darzustellen, benötigen Sie mindestens Version 303.1
oder jede neuere Version von VAG-COM.
Einschränkungen der
Shareware-Version:
Nur das erste Feld jedes
Meßwertblocks wird angezeigt.


VAG-COM
Einzelmeßwert
(Funktion 09 des VAG 1551/1552)

Diese Funktion ermöglicht es, aus Steuergeräten, die sie unterstützen,
Echtzeitdaten auszulesen. Allerdings gibt der Datenstrom aus dem Steuergerät
nicht den geringsten Hinweis, was die Daten bedeuten oder wie sie in
wirklichkeitsnahe Werte umzurechnen wären.
Die einzige Möglichkeit zu verstehen, was die Werte bedeuten, liegt darin,
im Reparaturleitfaden für das jeweilige Fahrzeug einen Abschnitt zu finden, die
sich auf diese Funktion bezieht. Sie wird selten benutzt, aber sie wird benutzt,
z.B. bei einigen OBD1-konformen V6-Motoren mit 2,8L und 12V.
Mit Fertig, zurück kehren
Sie zum Bildschirm „Steuergerät öffnen / Funktion wählen“
zurück.
Einschränkungen der
Shareware-Version:
Keine.


VAG-COM
Readiness prüfen
(Funktion 15 des VAG 1551/1552)

Der Readinesscode ist ein Satz von 8 Bits, von denen jedes einem überwachten
Emissions-“System” in einem OBD2-Fahrzeug entspricht. Wenn alle Readiness-Bits
“Bestanden” anzeigen, heißt das, daß alle Systeme geprüft worden sind und die
Eigendiagnose bestanden haben.
Wenn Fehlercodes gelöscht werden oder die Stromversorgung des Steuergeräts
abgeschaltet wird, werden immer alle Readiness-Bits auf “Fehlgeschlagen oder
unvollständig“ gesetzt. Die meisten Fahrzeuge haben nicht alle 8 Systeme, so
daß die Bits für Systeme, die in Wirklichkeit im Fahrzeug nicht vorhanden sind,
“Bestanden” ausweisen, sobald der Strom wieder eingeschaltet wird.
Der obige Screen-Shot wurde aufgenommen unmittelbar nach Löschen der Fehlercodes
in einem 1997er VR6. Man sieht, daß das Fahrzeug keine Überwachung der
Abgasrückführung, Katalysatorheizung oder Klimaanlage unterstützt. Es hat weder
Abgasrückführung noch Katalysatorheizung, wohl aber eine Klimaanlage, doch eine
Überwachung ist nur erforderlich, wenn das System ozonzerstörendes Kältemittel
(R12) verwendet.
Es erfordert eine Vielzahl spezifischer Fahrbedingungen, um alle Systeme zu
testen. Dazu können Sie ein sehr spezielles und kompliziertes Verfahren
anwenden, das im Abschnitt Eigendiagnose des Reparaturleitfadens für ihren
Motor zu finden ist. Wenn Sie die Geduld nicht aufbringen wollen, sich durch
diese ganze Prozedur erfolgreich durchzuarbeiten, können Sie alternativ das
Fahrzeug auch einfach 2 – 3 Tage fahren. Achten Sie darauf, daß Sie dabei auch
mindestens eine kurze Autobahn-Fahrt absolvieren, und Ihre Readiness-Bits
sollten alle wieder “Bestanden” ausweisen.
Seit Version 409 kann VAG-COM auch bei
modernen TDI-Motoren die Readiness-Bits in Klartext übersetzen. Dazu sind nicht
einmal die aktuellen VAG-Testgeräte VAS 5051/52 imstande.

Anmerkung: Diese Funktion ist nur in OBD2-konformen Motorsteuergeräten
verfügbar. Manche TDI-Modelle und Fahrzeuge, die nicht für den US-Markt
bestimmt sind, unterstützen diese Funktion nicht, obwohl sie ansonsten
OBD2-konform sind. OBD1 erforderte keinerlei Überwachung.
V6-Motoren mit 2,8 L und 12V können Readiness-Bits in Meßwertblock-Gruppe
029 oder nahe dabei gespeichert haben.
Mit der Schaltfläche Zurück gelangen Sie wieder
zum Bildschirm „Steuergerät öffnen / Funktion wählen“.
Einschränkungen der
Shareware-Version:
Keine.

VAG-COM
Erweiterte Identifikation
(Funktion
„Identifikationsdienste“ des VAG 1551/1552)
(Nur KWP-2000)

Diese Funktion gibt es
nur bei Steuergeräten, die das KWP-2000- oder das CAN-Protokoll benutzen.
Anmerkung: Nicht
alle Steuergeräte unterstützen die Erweiterte Identifikation in vollem Umfang.
Daher wird die Anzahl der Informationen, die auf diesem Bildschirm angezeigt
werden, von Steuergerät zu Steuergerät variieren. „Nicht vorhanden“ in Rot
bedeutet, daß Informationen des betreffenden Typs vom Steuergerät nicht zur
Verfügung gestellt werden. Einige Felder wie z.B. die Fahrgestell-Nr. können
leer bleiben, wenn das Steuergerät nie eine Fahrgestell-Nr. gespeichert hatte.
Mit den kleinen Pfeiltasten beim Eintrag Software können die
Versionsnummern für verschiedene Teile der Steuergerät-Firmware nacheinander
abgefragt werden.
Mit der Schaltfläche Zurück
gelangen Sie wieder zum Bildschirm „Steuergerät öffnen
/ Funktion wählen“.
Einschränkungen der
Shareware-Version:
Keine.




VAG-COM
Login-Dialog
(Funktion 11 des VAG 1551/1552)



Die Login-Funktion muß bei einigen (nicht bei allen) Steuergeräten benutzt
werden, bevor man sie codieren oder Anpassungswerte ändern kann. Bei anderen
aktiviert sie bestimmte Funktionen, z.B. den Tempomaten.
Gültige Login-Codes sind im Reparaturleitfaden Ihres
Fahrzeugs zu finden. Eventuell enthält auch die Label-Datei (siehe hierzu
Kapitel „Meßwertblöcke“ Seite 11) für das betreffende Steuergerät Login-Vorschläge.
Sie werden dann in einer Sprechblase angezeigt, wenn man mit der Maus über das
Eintragungsfeld Login-Code
fährt.
Wählen Sie 7-stellige
PIN/Geheimnummer benutzen, wenn Sie zu den Funktionen für Schlüssel-
und Wegfahrsperrenanpassung mithilfe 7-stelliger Geheimnummern gelangen wollen.
Einzelheiten hierzu finden Sie im einschlägigen Kapitel auf Seite 24. In der Online-Version des Handbuchs klicken Sie auf
die Schaltfläche, um dorthin zu gelangen.
Benutzen Sie die Schaltknöpfe OK,
um den Login-Code zu speichern und dann um zum Bildschirm “Steuergerät öffnen / Funktion wählen” zurückzukehren.
oder Abbrechen, um ohne Speicher
wieder dorthin zu wechseln.
Die folgende Warnung erscheint in der rechten oberen Ecke des Bildschirms
„Steuergerät öffnen / Funktion wählen“, wenn die Verbindung abgebrochen ist,
nachdem Sie sich eingeloggt haben. Sie müssen sich dann erneut einloggen.

Die häufigste Ursache für diese Meldung ist ein falscher Login-Code oder
eine 7-stellige PIN/Geheimnummer, die auf einer falschen Wegfahrsperren-ID
beruht bzw. falsche Eingaben auf dem Bildschirm „7-stellige PIN/Geheimnummer“.
Einschränkungen der
Shareware-Version:
Keine.


VAG-COM
7-stellige PIN/Geheimnummer

Der Dialog zur 7-stelligen PIN/Geheimnummer wird für Schlüsselanpassung und
Anpassung von Wegfahrsperren 3 benutzt. Einzugeben sind die folgenden Daten:
·
Die 7-stellige PIN / Geheimnummer, die
eine VAG-Fachwerkstatt speziell für Ihre Wegfahrsperren-ID erzeugt hat
·
Das Datum, an dem die Geheimnummer von der
VAG-Fachwerkstatt erzeugt worden ist, mit Tag, Monat
und Jahr
·
Der Werkstattcode der VAG-Fachwerkstatt,
die die Geheimnummer erzeugt hat
·
Die Importeur-Nr. der VAG-Fachwerkstatt,
die die Geheimnummer erzeugt hat
Die Geheimnummer alleine, ohne die anderen genannten Daten, ist nutzlos.
Klicken Sie nach der Eingabe auf die Schaltfläche OK. Wenn eine der Eingaben falsch war, erhalten Sie die
Fehlermeldung „Die Kombination von Eingaben ist nicht plausibel“. Wenn die
Geheimnummer vom Programm akzeptiert worden ist, schaltet es zurück auf den
Bildschirm „Login“ oder „Anpassung“,
je nachdem, von wo aus Sie die Funktion „7-stellige PIN/Geheimnummer“ aufgerufen
haben. Dort sollte nun als Login-Code bzw. als neuer Anpassungswert XXXXX
angezeigt werden.
Anmerkung: Anders als mit den
VAG-eigenen Diagnosegeräten der VAG-Fachwerkstätten kann mit VAG-COM dieselbe
PIN auch künftig jederzeit wieder für dasselbe Fahrzeug benutzt werden, solange
Sie die erforderlichen Daten noch verfügbar haben (Geheimnummer, Datum,
Werkstattcode und Importeur-Nr.).
Anmerkung: In letzter Zeit sind
die Händler- und Fachwerkstätten des VAG-Konzerns auf ein neues
Kommunikationsnetz umgestellt worden, bei dem die Geheimnummer von den
VAG-eigenen Diagnosegeräten direkt aus einem Zentralrechner ausgelesen und ins
angeschlossene Fahrzeug eingespeichert wird, ohne daß das Werkstattpersonal sie
überhaupt noch sehen kann. VAG-COM kann mit dem internen Kommunikationsnetz des
VAG-Konzerns nicht zusammenarbeiten. Unter diesen Bedingungen ist die Funktion
zur Programmierung von 7-stelligen PIN-Codes im Programm bis auf weiteres
leider nicht mehr einzusetzen und die Inanspruchnahme einer VAG-Fachwerkstatt
nicht zu vermeiden.
Mit Abbrechen gelangen Sie
ohne Änderungen zurück zum Login-Dialog oder zum Bildschirm „Anpassung“.
Einschränkungen der
Shareware-Version:
In der Shareware-Version ist diese
Funktion nicht verfügbar.

VAG-COM
Grundeinstellungen
(Funktion 04 des VAG
1551/1552)


Dieser Bildschirm erscheint, wenn ein Steuergerät im Grundeinstellungs-Modus
ist. Der Grundeinstellungs-Modus
ist den Meßwertblöcken sehr ähn
lich,
und der Inhalt der einzelnen Anzeigegruppen ist gleich. Der Unterschied liegt
darin, daß das Steuergerät in diesem Modus versuchen kann,
verschiedene Justierungen vorzunehmen.
Warnung!
Sie sollten den Reparaturleitfaden für Ihr spezielles Fahrzeug (oder eine
andere Dokumentation) zu Rate ziehen, bevor Sie mit der
Grundeinstellungsfunktion spielen. Wenn Sie die vorgeschriebenen Prozeduren nicht
genau befolgen, können Sie damit ernsten Schaden am Fahrzeug anrichten.
Sie können zwar mit den Schaltknöpfen Auf
und Ab die verfügbaren
Gruppen genauso durchsuchen wie auf dem Bildschirm “Meßwertblöcke”,
aber das ist eher nicht zu empfehlen, weil Sie unter Umständen das Steuergerät
in den Grundeinstellungsmodus für ein Gruppe versetzen, die Sie gar nicht
ändern wollten.
Sie können auch direkt eine Gruppennummer eingeben und auf Start klicken.
Anmerkung: Mehrere Gruppen sind
im Grundeinstellungs-Modus nicht erlaubt.
Die Schaltfläche Umschalten zu
Meßwertblöcken schaltet in den passiven (und „sicheren“)
Meßwertblock-Modus um.
Alle anderen Erläuterungen zu den Angaben auf
dem Bildschirm „Meßwertblöcke“ gelten hier ebenso.
Benutzen Sie den Schaltknopf Fertig,
Zurück, um zum Bildschirm “Steuergerät öffnen
/ Funktion wählen” zurückzukehren.
Sie können mit den Schaltflächen Protokollieren
oder VAG Scope eine
Datenprotokollierung starten und beenden, während Sie im Grundeinstellungsmodus
sind. Einzelheiten hierzu finden Sie im Kapitel „Daten protokollieren“ Seite 13. Wenn Sie Gruppe 000 bei einem TDI-Motor auslesen, haben
Sie die Möglichkeit, mit der Schaltfläche TDI Graph das gleichnamige Zusatzprogramm aufzurufen,
um den Einspritzbeginn Ihres Motors zu prüfen (siehe Seite 28)
Grundeinstellungen mit KWP-2000

Bei Steuergeräten, die KWP-2000 benutzen, gibt es jetzt einen Ein/Aus/Weiter-Befehlsschaltknopf,
der es erlaubt, die Grundeinstellungen ein- oder auszuschalten und trotzdem
weiterhin die ausgelesenen Werte der Meßwert-Gruppen zu sehen.
Am meisten verwendet wird die Grundeinstellungs-Funktion, um die
Drosselklappen-Steuereinheit zu justieren. Eine andere häufige Anwendung ist
das Entlüften der ABS-Hydraulik-Einheit in neueren Fahrzeugen. Sie sollten
vorher im Reparaturleitfaden für Ihr Fahrzeug nachschlagen, bevor Sie das versuchen.
Einschränkungen der
Shareware-Version:
Diese Programmfunktion steht in der
Shareware-Version nicht zur Verfügung.

VAG-COM
TDI Graph - Plugin

Dieses Zusatzprogramm erlaubt Ihnen, bei einem TDI-Motor den eingestellten
Einspritzbeginn zu prüfen. Dies ist nach jedem Wechsel des Zahnriemens und auch
sonst hin und wieder erforderlich. Das Standardverfahren besteht darin, den
Motor bei Betriebstemperatur ( 85° C oder mehr) im Leerlauf laufen zu lassen,
in VAG-COM den Meßwertblock 000 für den Motor aufzurufen, in die
Grundeinstellungen umzuschalten und die Felder Nr. 2 (Einspritzzeit) und Nr. 9
(Kraftstofftemperatur) auf einem speziellen Graphen anzeigen zu lassen.
TDI Graph zeigt den Einspritzzeitpunkt graphisch in Echtzeit. Es liefert
zugleich auch im Feld Ergebnis einen
Kommentar, der Ihnen sagt, ob alle Bedingungen für die Prüfung des Einspritzbeginns
erfüllt sind (bspw. wenn die Prüfung ohne laufenden Motor versucht wird), und
ob Ihre Einspritzzeit innerhalb der Spezifikation liegt oder nicht.
Wenn Sie wegen instabilen Timings des Einspritzbeginns an Ihrem Motor
Schwierigkeiten haben, den Wert auf dem Graphen zu erkennen, können Sie durch
Anklicken der Option Kumuliert
die letzten 100 Meßwerte kumuliert anzeigen lassen. Sie sehen dann an Form und
Umfang der Meßwert-Kumulation wie instabil der Einspritzbeginn ist. Der
durchschnittliche Einspritzbeginn liegt wahrscheinlich genau in der Mitte der
Kumulation.
Die Option 80°C=Heiß
erlaubt, wenn sie angekreuzt wird, eine Kühlmitteltemperatur von 80°C als warm
genug anzugeben. Es wird empfohlen, sie nur zu benutzen, wenn die
Umgebungstemperatur so kalt ist, daß der Motor im Leerlauf nicht wärmer wird
als 80°C.
Schritt für Schritt:
·
Starten Sie den Motor
·
Starten Sie VAG-COM
·
Klicken Sie Auswahl
auf dem Eingangsbildschirm
·
Klicken Sie auf 01-
Motorelektronik
·
Klicken Sie auf Meßwerteblock
– 08
·
Stellen Sie im Feld Gruppe 000 ein
·
Klicken Sie auf Umschalten
zu Grundeinstellungen
·
Klicken Sie auf die Schaltflfäche TDI Graph
Anmerkung: Bei Fahrzeugen vom Typ
1.9 PD (mit Pumpe-Düse-Einheit) kann und braucht der Einspritzbeginn nicht
elektronisch eingestellt zu werden.
Anmerkung: TDI Graph funktioniert
nur als Plugin des Hauptprogramms VAG-COM und kann nur von dort aus aufgerufen
werden. Wenn Sie es direkt starten, erhalten Sie lediglich eine Fehlermeldung.
Einschränkungen der
Shareware-Version:
Diese Funktion steht in der
Shareware-Version nicht zur Verfügung.


VAG-COM
Stellglieddiagnose
(Funktion 03 des VAG
1551/1552)

Die Stellglieddiagnose wird benutzt, um die elektrischen Ausgänge eines
Steuergeräts zu testen (und die Verkabelung, die es mit den verschiedenen
Geräten verbindet). Unter dem KWP-2000-Protokoll werden gleichzeitig Meßdaten
geliefert, wenn das angeschlossene Steuergerät diese Funktion unterstützt.
Die meisten bisher in Gebrauch befindlichen Steuergeräte unterstützen nur
das ältere Verfahren der automatisch ablaufenden sequentiellen
Stellglieddiagnose, bei der allein das Steuergerät bzw. ein darin gespeichertes
Programm bestimmt, welche Stellglieder getestet und in welcher Reihenfolge sie
aktiviert werden. Sobald eine solche sequentielle Diagnose gestartet worden
ist, wird das Testprogramm weitgehend automatisch abgearbeitet. Neuere
Steuergeräte unterstützen jedoch die elegantere Methode der selektiven
Stellglieddiagnose, die dem Benutzer erlaubt, ein bestimmtes Stellglied
auszuwählen und es direkt testen zu lassen, ohne ein komplettes, festgelegtes
Prüfprogramm ablaufen lassen zu müssen. Bei manchen Steuergeräten können
einzelne Stellglieder überhaupt nur auf diese selektive Weise getestet werden.
Allerdings ist hierfür eine passende Label-Datei zwingend erforderlich, in der
die notwendigen Daten enthalten sind (zu den Label-Dateien siehe Kapitel Meßwertblöcke, Seite 11). Es gibt keine Möglichkeit, ein Steuergerät direkt
abzufragen, welche Stellglieder es unterstützt.
Wenn Sie eine selektive Stellglieddiagnose starten wollen, markieren Sie die
Option Ausgewähltes Stellglied testen
und wählen Sie dann im Dropdown-Listenfeld am oberen Bildschirmrand das gewünschte
Stellglied aus. Mit Klick auf Start
beginnt die Diagnose.

Wenn das Dropdown-Listenfeld keine Einträge enthält, unterstützt das
angeschlossene Steuergerät keine selektive Diagnose und Sie müssen stattdessen
mit der Option Automatischer Ablauf
die sequentielle Diagnose wählen, die Sie ebenfalls mit dem Schaltknopf Start in Gang setzen.
Bei der automatischen sequentiellen Diagnose wechselt dieser Schaltknopf,
wenn sie einmal gestartet worden ist, die Beschriftung zu Weiter. Die sequentielle Diagnose läuft schrittweise ab und
bleibt nach Auslesen und Anzeige der Ergebnisse für jedes getestete Stellglied
stehen, bis der Benutzer auf Weiter
klickt. Welche Stellglieder in welcher Reihenfolge getestet werden, läßt sich
nur dem einschlägigen Reparaturleitfaden entnehmen.
Eine sequentielle Diagnose kann nicht mehr abgebrochen werden, wenn sie
einmal gestartet wurde. Wenn Sie während des Ablaufs auf Fertig, Zurück klicken, gelangen Sie zwar zurück zum
Bildschirm „Steuergerät
öffnen / Funktion wählen“, aber die Diagnose läuft dennoch weiter.
Bei der selektiven Diagnose wechselt der Schaltknopf Start nach Diagnosebeginn seine Beschriftung zu Stop und kann dann zum Beenden
des Vorgangs benutzt werden.
Bei sequentieller Diagnose erlauben die meisten Steuergeräte nur einen
Durchgang je Sitzung. Wenn Sie die Diagnose bis zum Abschluß durchlaufen
lassen, ermöglicht VAG-COM Ihnen, zum vorherigen Bildschirm zurückzukehren,
ohne die Sitzung zu beenden, aber es
kann sein, daß kein weiterer Durchgang möglich ist. Wenn Sie dennoch einen
weiteren Durchgang brauchen, schließen Sie das
Steuergerät von Hand und wählen Sie es erneut an. Bei einigen Fahrzeugen müssen
Sie die Zündung aus- und wieder einschalten oder sogar den Motor neu
starten (um den Kraftstoff aus den Zylindern zu entfernen).
Einige Ausgänge erfordern zusätzliche Vorkehrungen, bevor sie aktiviert
werden können, z.B. die Einspritzdüse. Um diese zu aktivieren, muß das Gaspedal
getreten (und in einigen Fällen wieder freigegeben) werden. Genaue Einzelheiten
finden sich im Reparaturleitfaden.
Bei den meisten Systemen ist die Stellglieddiagnose nur zugänglich, wenn der
Motor nicht läuft.
Es ist kein Grund zur Beunruhigung, wenn während einer laufenden
Stellglieddiagnose die Meldung „Kurzschluß nach Masse„ erscheint. Das
Steuergerät stellt fest, welches Stellglied gerade getestet wird, indem es eine
Fehlercode-Nummer sendet. Bei vielen Steuergeräten enthält die
Fehlercode-Beschreibung den Fehler „Kurzschluß nach Masse“, weil an einer Seite
des getesteten Stellglieds ständig eine Spannung von 12V anliegt und das
Steuergerät den Stromkreis schließt (und das Stellglied damit aktiviert), indem
es die andere Seite nach Masse zieht.
Warnung:
Benutzen Sie niemals die Stellglieddiagnose-Funktion an irgendeinem System,
solange das Fahrzeug fährt. Am ABS-Bremssystem kann die Stellglieddiagnose die
Bremsen vorübergehend komplett außer Kraft setzen und zum Blockieren und
Freigeben einzelner Räder führen.
Es wird dringend empfohlen, den Reparaturleitfaden für Ihr spezielles
Fahrzeug zu Rate zu ziehen, bevor Sie an irgendeinem Steuergerät eine
Stellglieddiagnose durchführen, damit Sie wissen, was Sie erwartet.
Wenn Sie versuchen, eine Stellglieddiagnose
an einem Airbag-Steuergerät durchzuführen, erhalten Sie die Warnmeldung „Die
Stellglieddiagnose am Airbag-Steuergerät kann zu unerwarteten Folgen führen!
Unter Umständen startet das Fahrzeug nicht mehr.“ Fahren Sie daraufhin nur
fort, wenn Sie sich im Reparaturleitfaden vergewissert haben, daß keine
speziellen Vorkehrungen erforderlich sind. Beispielsweise wird beim VW Touareg
eine spezielle Prozedur nötig, um das Fahrzeug wieder starten zu können, wenn
Stellglieddiagnosen am Airbag-Steuergerät durchgeführt worden sind.
Benutzen Sie den Befehlsschaltknopf Fertig,
Zurück, um zum Bildschirm „Steuergerät öffnen/Funktion
wählen“ zurückzukehren.
Einschränkungen der
Shareware-Version:
Diese Programmfunktion steht in der
Shareware-Version nicht zur Verfügung.

VAG-COM
Codieren
oder Lange Codierung
(Funktion
07 des VAG 1551/1552)


Das Codieren wird benutzt, um verschiedene Optionen in einem Steuergerät
einrichten zu können.
Warnung!
Sie sollten den VW-Reparaturleitfaden (oder irgendeine andere
Verfahrensdokumentation) für Ihr spezielles Fahrzeug heranziehen, bevor Sie
versuchen, ein Steuergerät zu codieren. Zum Allermindesten sollten Sie sich die
ursprünglichen Werte aufschreiben. Es gibt keinen anderen Weg, um Änderungen
rückgängig zu machen und die ursprünglichen Werte wieder herzustellen, wenn
nicht funktioniert, was sie versuchen.
Anmerkung: Einige Steuergeräte
erfordern ein gültiges Login, bevor sie codiert werden können.
Ein Vorteil von VAG-COM: Sie können den Werkstattcode unverändert lassen
oder einen beliebigen anderen eintragen. Bestimmte andere Programme
hinterlassen immer einen Werkstattcode, wenn ein Steuergerät codiert wird.
Die Importeur-Nr. ist nur
wichtig für das Codieren von Steuergeräten, die KWP-2000 benutzen. Das Feld ist
so voreingestellt, daß es unverändert bleibt, wenn Sie nicht auf dem Bildschirm
„Optionen“ eine Importeur-Nr. eingetragen haben.
Wenn eine geeignete Label-Datei (siehe hierzu
Kapitel „Meßwertblöcke“ Seite 11) geladen ist, öffnet sich beim Klicken auf das Feld Software Codierung ein
zusätzliches Sprechblasen-Fenster, in dem die vorhandenen Codierungs-Optionen
angezeigt werden (nur in der Vollversion verfübar).

Beim Codieren neuer Airbag-Steuergeräte kann VAG-COM eine passende Codierung
vorschlagen, wenn ein geeigneter Diagnose-Adapter mit intelligenten Funktionen
benutzt wird. Eine Garantie für die Richtigkeit des Codierungs-Vorschlags kann
nicht übernommen werden, jedoch wird das Steuergerät die vorgeschlagene
Codierung einfach ablehnen und den Code-Wert auf 00000 setzen, wenn sie nicht
stimmt. Ein Schaden kann durch Fehlversuche nicht entstehen.
Wenn VAG-COM den Typ des zu codierenden Airbags nicht automatisch
feststellen kann, besteht die Möglichkeit, den Index von Hand in das Feld Manuelle Index-Eingabe einzutragen.
Als Index werden bei Airbags die beiden letzten Stellen der VAG-Teilenummer
(Buchstaben und/oder Zahlen) bezeichnet. Die Teilenummer finden Sie ggf. auf
der Kaufrechnung für den Airbag. Nach Klick auf die Schaltfläche Testen erscheint entweder ein
Codierungsvorschlag oder eine Fehlermeldung, wenn der Index falsch war.
Der Bildschirm „Lange Codierung“ erscheint, wenn bestimmte Steuergeräte
(insbesondere Gateway-Steuergeräte) in neuesten Fahrzeug-Typen codiert werden
sollen. Da die Zeichenfolgen der Codes bis zu 255 Zeichen lang sein können, ist
die Benutzung der Betriebssystem-Befehle KOPIEREN und EINFÜGEN bei der Eingabe
von solchen Codes dringend zu empfehlen.
Zur Erzeugung von korrekten Langcodierungen kann mit der Schaltfläche Assistent für Lange Codierung
das Zusatzprogramm LCode aufgerufen
werden, das im Lieferumfang von VAG-COM mit enthalten ist und die Berechnung
langer Codierungen vereinfacht. Zu dem Programm gehört eine Liesmich-Datei mit
Gebrauchsanweisungen.

Bei neuesten VAG-Fahrzeugen sind auch viele Untersteuergeräte
codierungsfähig. Dementsprechend findet sich oben auf dem Bildschirm „Codieren“
nun auch ein Dropdown-Listenfeld, das eventuell verfügbare Untersteuergeräte
zum Auswählen anzeigt. Mit Klick auf die Pfeiltaste am rechten Rand des Felds
klappt die Liste auf.
Anmerkung: In manchen Fällen erfordert
ein Steuergerät mit Untersteuergeräten teilweise kurze und teilweise lange
Codierung. In solchen Fällen erscheint eine Meldung mit der Möglichkeit, entweder
kurze oder lange Codierung auszuwählen. Die ausgewählte Codierungsart muß dann
für alle dafür geeignete Steuergeräte durchgeführt, anschließend der Bildschirm
„Codierung“ geschlossen und neu aufgerufen zu werden, um die alternative
Codierungsart anzuwählen und dann die verbliebenen Steuergeräte zu codieren.
Mit der Schaltfläche OK
wird die neue Codierung ans Steuergerät übertragen und abgespeichert, und das
Programm kehrt zum Bildschirm „Steuergerät
öffnen / Funktion wählen“ zurück. Mit Abbrechen
springt das Programm zum selben Bildschirm zurück, ohne die neue Codierung zu
speichern.
Einschränkungen
der Shareware-Version:
Codierungs-Optionen
und –vorschläge werden in der Shareware-Version nicht angezeigt.

VAG-COM
Anpassung
(Funktion 10 des VAG 1551/1552)

Die Anpassungsfunktion ermöglicht es, bestimmte Werte und/oder Einstellungen
in Steuergeräten zu ändern, soweit diese die Funktion unterstützen.
Warnung!
Sie sollten den VW-Reparaturleitfaden (oder irgendeine andere
Verfahrensdokumentation) für Ihr spezielles Fahrzeug heranziehen, bevor Sie mit
der Anpassungsfunktion spielen. Viele verfügbare Anpassungskanäle sind jedoch
nirgendwo dokumentiert.
Sie können die Schalter Auf
und Ab neben der Kanal Nr. benutzen, um alle 99
möglichen Kanäle durchzugehen, oder Sie können
manuell eine Kanalnummer eingeben und auf Lesen
klicken. Wenn der gewählte Kanal existiert, zeigt VAG-COM den Gespeicherten Wert. Wenn der
Kanal nicht existiert, wird in den 4 Feldern oben im Bildschirm die Meldung
„Kanal xx nicht vorhanden“ angezeigt. Soweit das Steuergerät Daten sendet,
werden sie dekodiert und in denselben 4 Feldern angezeigt.
Wenn Sie den Kanal erreicht haben, der für Sie von Interesse ist, können Sie
den Wert mit den Schaltern Auf
und Ab neben Neuer Wert ändern. Oder Sie
können direkt einen neuen Wert eingeben und auf Testen klicken. Damit wird das Steuergerät angewiesen,
vorübergehend den neuen Wert zu benutzen, damit Sie das Ergebnis beurteilen
können.
Wenn Sie mit dem Ergebnis eines neuen Werts zufrieden sind, können Sie ihn
dauerhaft im Steuergerät abspeichern, indem Sie auf Speichern klicken.
Anmerkung: Kanal 00 ist ein
Sonderfall. Die Operation Speichern
auf Kanal 00 setzt alle Anpassungswerte auf die ursprünglichen
Werkseinstellungen zurück. Das funktioniert aber nur bei Steuergeräten, die
diese Funktion auch unterstützen. Sehen Sie im Reparaturleitfaden für das betreffende
Fahrzeug nach, ob das bei allen eingebauten Steuergeräten der Fall ist.
Anmerkung: Einige Steuergeräte
für Motor und Wegfahrsperre erfordern ein gültiges Login, bevor sie das Testen oder Speichern von Anpassungswerten zulassen.
Anmerkung: Werte, die mit der
Schaltfläche Testen
eingegeben, aber nicht gespeichert worden sind, werden gehalten, bis das
Steuergerät abgeschaltet wird.
Das Fenster „Lange Anpassung“ erscheint, wenn
das angeschlossene Steuergerät lange Anpassungswerte erfordert. Dies ist
beispielsweise beim Einstellen der Einspritzdüsen von Common Rail TDI-Motoren
des Typs BKN der Fall.
Seit Version 404 unterstützt VAG-COM
Label-Dateien (siehe hierzu Kapitel „Meßwertblöcke“ Seite 11), die passende Beschreibungen der Anpassungskanäle
und Sollwerte enthalten. Sie werden bei Klick auf das betreffende Feld in einer
Sprechblase angezeigt, wenn eine entsprechend ausführliche Label-Datei geladen
ist, von denen es allerdings noch nicht allzu viele gibt.

Beispiele für mögliche Anpassungen:
·
Ändern der Leerlaufdrehzahl (nur bei manchen Motoren)
·
Ändern der Service-Intervalle und Zurücksetzen der
Serviceanzeige (neuere Kombiinstrumente)
·
Aktivieren/Deaktivieren verschiedener Komponenten des
Airbag-/Sicherheitsrückhalte-systems
·
Ändern der Empfindlichkeitseinstellung der
Innenraumüberwachung (Ultraschallüberwachung) des Alarmsystems in vielen
neueren Audis.
·
Austausch von Motorsteuergeräten und Neuanpassung von
Fahrzeugschlüsseln (neuere Fahrzeuge mit Wegfahrsperre)
·
Auswahl bestimmter
Zentralverriegelungsoptionen in neueren Fahrzeugen
Einschränkungen der
Shareware-Version:
Die nicht registrierte/aktivierte Version von VAG-COM erlaubt den Zugriff
nur auf die ersten 9 Anpassungskanäle (von insgesamt 99).
Die Funktion Speichern ist
blockiert.

VAG-COM
Zugriffsberechtigung
(Funktion 16 des VAG
1551/1552)
(Nur KWP-2000)


Die Funktion Zugriffsberechtigung muß
bei einigen KWP-2000-Steuergeräten benutzt werden, bevor eine Codierung oder
eine Anpassung vorgenommen werden kann. Bei anderen Steuergeräten dient sie der
Aktivierung bestimmter Fähigkeiten, z.B. des Tempomaten. Gültige Zugriffsberechtigungs-Schlüssel
sind im Reparaturleitfaden für das betreffende Fahrzeug zu finden. In manchen
Fällen wird VAG-COM auch eine Übersicht passender Schlüssel anzeigen, wenn eine
entsprechend detaillierte Label-Datei (siehe hierzu Kapitel „Meßwertblöcke“ Seite 11 für das betroffene Steuergerät vorliegt. Die Anzeige
erfolgt in einer Sprechblase, wenn die Maus über das Eingabefeld bewegt wird.
Mit der Schaltfläche 7-stellige PIN/Geheimnummer benutzen
können hier auch 7-stellige PIN-Codes eingegeben werden. Dies ist bei manchen
ganz neuen Fahrzeugmodellen wie dem VW Touareg z.B. bei der Programmierung von
Wegfahrsperren erforderlich.
Mit OK wird der eingegebene
Zugriffs-Schlüssel gespeichert und zum Bildschirm „Steuergerät öffnen / Funktion wählen“
zurückgeschaltet.
Mit Abbrechen kehren Sie ohne
Speichern zum Bildschirm „Steuergerät öffnen / Funktion wählen“ zurück.
Einschränkungen der
Shareware-Version:
Diese Funktion steht in der
Shareware-Version nicht zur Verfügung.

VAG-COM
Auto-Scan
(Funktion 00 des VAG 1551/1552)

Diese
Funktion sucht nach allen Steuergeräten im Fahrzeug und liest die dort
gespeicherten Informationen aus (VAG-Nummer, Teilenummer, Codierung,
Werkstattcode und Fehlercodes). Soweit das Steuergerät entsprechend
programmiert ist, wird auch die Fahrzeug-Ident.-Nummer angezeigt.
Es gibt Dutzende verschiedener Steuergeräte in den vielen verschiedenen
Fahrzeug-Modellen des VAG-Konzerns. Kein Fahrzeug hat alle Steuergeräte eingebaut.
Neuere Fahrzeuge haben mehr, ältere weniger. Deshalb müssen Sie im Feld Fahrzeug-Modell auswählen aus
der Auswahlliste Ihr Modell aussuchen, damit die Suche auf die dort tatsächlich
vorhandenen Steuergeräte begrenzt wird. Wenn Sie die genaue Bezeichnung Ihres
Fahrzeugmodells nicht kennen, wenden Sie sich an unseren Support.
Mit Start beginnen Sie den
Auto-Scan. Der Prozeß kann einige Minuten dauern. Die Option Airbags einschließen ist wegen
des Airbag-Problems
(Einzelheiten siehe Anhang
A: Bekannte Probleme, Seite 60) in der Voreinstellung ausgeschaltet. Sie kann
eingeschaltet werden, jedoch auf eigene Gefahr. Wenn die Option Nur CAN benutzen aktiviert wird,
durchsucht VAG-COM nur den CAN-Bus auf angeschlossene Steuergeräte und läßt die
klassische K-Leitung aus, über die in allen älteren und in den meisten neueren
VAG-Fahrzeugen die Diagnose läuft. Diese Option beschleunigt die Suche, sollten
aber nur benutzt werden, wenn man sicher sind, daß das angeschlossene Fahrzeug
keine K-Leitung hat, oder wenn man wissen will, welche Steuergeräte am CAN-Bus
hängen.
Während des Scans durchläuft VAG-COM für jedes Steuergerät einmal die
Bildschirme Steuergerät öffnen und Fehlercodes, bevor es wieder zum Auto-Scan-Bildschirm
zurückkehrt. Mit Stop halten
Sie den Auto-Scan an.
Wenn Sie nach Abschluß des Auto-Scan auf
einen der in roter Schrift angezeigten Steuergerät-Einträge doppelklicken,
öffnet sich der Bildschirm „Fehlercodes“ für das
betreffende Steuergerät und gibt Ihnen die Möglichkeit, die Fehlercodes zu
löschen.
Die Schaltfläche Gateway
Verbauliste startet eine sehr schnelle, ca. 3 Sekunden dauernde
Abfrage der CAN-Schnittstelle nach allen Steuergeräten, die daran angeschlossen
sind. Nach Abschluß der Suche wird im rechten Fenster eine Liste der gefundenen
Steuergeräte mit Adresse, Name und Status ausgegeben. Wenn Fehlercodes im
Steuergerät gespeichert sind, wird „Fehlfunktion“ als Statusmeldung ausgegeben.
Jedes aufgelistete Steuergerät kann durch Doppelklick auf die entsprechende
Zeile direkt angesprochen werden.
Anmerkung: Diese Funktion steht nur in neueren Fahrzeugen zur
Verfügung, die den CAN-Bus für die Eigendiagnose nutzen.
Die Option Alle Fehlercodes löschen löscht sämtliche gespeicherten
Fehlercodes in allen Steuergeräten. VAG-COM ruft dazu nacheinander jedes
betroffene Steuergerät auf und löscht dessen Fehlercodes einzeln. Mit der
Zusatzoption CAN-Befehl benutzen
kann der Vorgang erheblich beschleunigt werden, weil damit sämtliche Codes
sämtlicher Steuergeräte auf einmal gelöscht werden können, ohne sie einzeln
aufzurufen. Voraussetzung ist, daß das Fahrzeug den CAN-Bus zur Eigendiagnose
nutzt (z.B. Golf 5) und ein CAN-fähiger Diagnoseadapter verwendet wird. Diese
Option sollte nur genutzt werden, wenn zuvor die Ursachen für die Fehlercodes
beseitigt worden sind. Bevor der Löschbefehl ausgeführt wird, erscheint eine
entsprechende Warnung.
Wenn Sie das Auto-Scan-Fenster schließen, gehen alle angezeigten Ergebnisse
verloren. Sie können gesichert werden mithilfe der Schaltfläche Kopieren, mit der die Daten in
die Zwischenablage kopiert werden. Lassen Sie sich nicht irritieren, wenn auf
dem Bildschirm nichts weiter passiert, nachdem Sie auf Kopieren geklickt haben. Sobald Sie ein geeignetes
Anwendungsprogramm öffnen, das Text aufnehmen kann, wie z.B. Microsoft WORD,
und dort den Befehl Einfügen
wählen oder die Tasten STRG + V betätigen, erscheint der komplette Text aus dem
Ergebnisfenster von VAG-COM in der geöffneten Anwendung.
Mit der Schaltfläche Drucken
können Sie die angezeigten Ergebnisse an Ihren Standard-Drucker schicken. Sie
müssen vorher in einem eigenen Fenster KFZ-Kennzeichen und Fahrzeug-Ident.-Nr.
eingeben und erhalten dann einen Eigendiagnose-Bericht ähnlich dem, den das
VAG-eigene Testgerät VAG 1551/2 auswirft.
Speichern speichert die
Ergebnisse als Datei im Unterordner LOGS des Programmverzeichnisses von
VAG-COM.
Mit Ergebnisse löschen
entfernen Sie die Ergebnisanzeigen im rechten Fenster.
Anmerkung: Wenn Sie den Schaltknopf Ergebnisse löschen betätigen, werden nur die Ergebnisse des
Auto-Scan gelöscht, nicht die angezeigten Fehlercodes, die in den einzelnen
Steuergeräten gespeichert sind. Um diese zu löschen, müssen Sie auf dem
Bildschirm „Fehlercodes“ den Befehl Codes löschen oder den oben
erläuterten Befehl Alle Fehlercodes
löschen benutzen.
Um zum Eingangsbildschirm zurückzukehren, klicken Sie auf Beenden.
Fahrzeugmodelle editieren
Im Programmverzeichnis von VAG-COM finden Sie eine Datei namens
AUTOSCAN.TXT, in der die Standard-Fahrzeugmodelle des VAG-Konzerns mit Angaben
der möglichen Steuergerät-Adressen enthalten sind. Wenn Sie den Auto-Scan
anpassen wollen, z.B. nach Einbau eines zusätzlichen Steuergeräts, oder wenn
Sie eine Modellvariante besitzen, das bestimmte Steuergeräte nicht eingebaut
hat, und die Scan-Dauer verkürzen wollen, können Sie die Datei AUTOSCAN.TXT mit
jedem Texteditor (z.B. NOTEPAD) oder jedem Textverarbeitungsprogramm editieren.
Um herauszufinden, welche Steuergeräte in Ihrem Fahrzeug tatsächlich vorhanden
sind, nutzen Sie die Steuergerätsuche (siehe
Seite 43).
Einschränkungen der
Shareware-Version:
Die Shareware-Version sucht nur einige
Steuergeräte und bricht dann ab.

VAG-COM
Steuergerätsuche

Diese Funktion durchsucht alle vorgesehenen Adressen nach Steuergeräten und
zeigt sie an mit Adresse, verwendetem Protokoll-Typ, VAG-Nummer,
Bauteil-Bezeichnung und –Nummer, Codierung und Werkstattcode.
Anmerkung: Kein Fahrzeug hat alle
Steuergeräte! Neuere Fahrzeuge haben mehr, ältere weniger.
Mit Start beginnen Sie die
Steuergerätsuche. Es erscheint dann der Bildschirm „Steuergerät
öffnen“, der die Daten zu den gefundenen Steuergeräten anzeigt. Beachten
Sie, daß eine komplette Suche 45 Minuten oder länger dauern kann. Sie können
die Suche jedoch jederzeit mit der Schaltfläche Auto-Run beenden auf dem Bildschirm „Steuergerät
öffnen“ oder mit Stop in
der Steuergerätsuche abbrechen. Außerdem kann die Suche auch von Anfang an auf
ausgewählte Adressbereiche beschränkt werden. Geben Sie die gewünschte Anfangs-
und Endadresse ein und klicken Sie dann auf Start. Die Option Airbags
einschließen ist wegen des Airbag-Problems
(siehe Anhang A: Bekannte
Probleme, Seite 60) standardmäßig deaktiviert. Die Aktivierung erfolgt
auf eigene Gefahr.
Mit der Option Nur CAN verwenden wird die Suche auf die am CAN-Bus
angeschlossenen Steuergeräte eingegrenzt. Die klassische K-Leitung, über
die in allen älteren und in den meisten neueren VAG-Fahrzeugen die Diagnose
läuft, bleibt ausgeschlossen. Diese Option beschleunigt die Suche, sollten aber
nur benutzt werden, wenn man sicher sind, daß das angeschlossene Fahrzeug keine
K-Leitung hat, oder wenn man wissen will, welche Steuergeräte am CAN-Bus
hängen.
Die angezeigten Daten gehen verloren, wenn
Sie den Bildschirm „Steuergerätsuche“ schließen. Wenn Sie das vermeiden wollen,
nutzen Sie die Schaltfläche Kopieren,
mit der die Daten in die Zwischenablage kopiert werden. Lassen Sie sich nicht
irritieren, wenn auf dem Bildschirm nichts weiter passiert, nachdem Sie auf Kopieren geklickt haben. Sobald
Sie ein geeignetes Anwendungsprogramm öffnen, das Text aufnehmen kann, wie z.B.
Microsoft WORD, und dort den Befehl Einfügen
wählen oder die Tasten STRG + V betätigen, erscheint der komplette Text aus dem
Ergebnisfenster von VAG-COM in der geöffneten Anwendung.
Mit der Schaltfläche Drucken
werden die angezeigten Ergebnisse an den Standard-Drucker Ihres PC geschickt..
Mit Löschen entfernen Sie die
Ergebnisanzeigen im rechten Fenster, mit Speichern
werden sie als Datei im Unterordner LOGS des Programmverzeichnisses von VAG-COM
gespeichert.
Die Schaltfläche Beenden
führt zurück zum Eingangsbildschirm.
Einschränkungen der
Shareware-Version:
Die Shareware-Version durchsucht nur
einige Adressen und bricht dann ab.


VAG-COM
Generisches OBD2
(Adreßwort 33 des VAG
1551/1552 und Funktion „OBD“ des VAS 5051/52)

Die generische OBD2-Funktionalität hat
erheblich mehr Bedeutung erhalten als sie früher hatte, weil die neuesten
VW-Reparaturleitfäden keine traditionellen „On-Board-Diagnose“-Informationen
zum Steuergerät 01 – Motorelektronik mehr enthalten, sondern sie mit Daten für
ein „Generic Scan-Tool“ ersetzt haben. Sie ist grundsätzlich auf Fahrzeuge
beschränkt, die mit Diagnoseschnittstellen nach ISO9141-2, ISO14230 (KWP-2000)
und ISO15765 (CAN) ausgestattet sind. NICHT unterstützt werden die speziellen
Diagnoseprotokolle SAE J1850-VPW und J1850-PWM, die bei den meisten Fahrzeugen
von General Motors (einschließlich OPEL bis 2001) und von Ford benutzt werden.
Auch die meisten amerikanischen Chrysler-Fahrzeuge aus Baujahren nach 2000
haben inkompatible Diagnoseschnittstellen.
Bei den meisten Fahrzeugen europäischer und
asiatischer Hersteller aus Baujahren seit 2001 (Benziner) bzw. 2004 (Diesel)
sollte die Funktion anwendbar sein, ausgelegt und ausführlich getestet ist sie
in erster Linie aber für Fahrzeuge des VAG-Konzerns, soweit diese EOBD-kompatibel
sind
In Aufbau und Organisation entspricht die
OBD2-Funktion von VAG-COM der OBD2- bzw. EOBD-Norm wie jedes andere
OBD2-Diagnoseprogramm. Für jeden Modus öffnet sich nach Anwahl der betreffenden
Schaltfläche im oben abgebildeten Fenster ein eigener Bildschirm, der die
abgefragten Daten anzeigt, wie aus den beiden folgenden Beispielen ersichtlich:


Die mit Modus 1 abgefragten Meßwerte können
auch mit dem programmeigenen Graphen-Zusatz VAG Scope graphisch dargestellt werden.
Einschränkungen
der Shareware-Version:
Diese
Funktion steht in der Shareware-Version nicht zur Verfügung.

VAG-COM



Die auf diesem Bildschirm in den Feldern Transportmodus und Fehlercodes
suchen und löschen zur Verfügung gestellten Funktionen setzen voraus,
daß das angeschlossene Fahrzeug über eine CAN-Schnittstelle verfügt, wie z. B.
der Golf 5, und daß der Diagnoseadapter, mit dem das Fahrzeug angeschlossen
ist, den CAN-Bus auch unterstützt. Ist dies der Fall, so kann hier der
sogenannte Transportmodus ein- oder ausgeschaltet und eine komplette Abfrage
oder ein komplette Löschung aller
Fehlerspeicher in allen Steuergeräten des Fahrzeugs durchgeführt werden.
Wenn das angeschlossene Fahrzeug oder der verwendete Diagnoseadapter nicht
CAN-fähig ist, zeigt das Programm eine entsprechende Fehlermeldung an und
bricht die angewählte Funktion ab.
Der Transportmodus ist ein spezieller Energiesparmodus, in den das Fahrzeug
zum Zweck der Lagerung oder eines längeren Transports versetzt werden kann.
Mit der Schaltfläche Gateway-Verbauliste
wird dasselbe Fenster geöffnet, das auch auf dem Bildschirm „Autoscan“ angewählt
werden kann. Einzelheiten siehe dort, Seite 57.
Die Schaltfläche Übersicht über
Steuergerät-Kanäle eröffnet die Möglichkeit, bei allen Fahrzeugen, auch
solchen ohne CAN-Bus-Eigendiagnose, eine schnelle Abfrage aller möglichen
Gruppen von Meßwertblöcken oder aller möglichen Anpassungskanäle auf die darin
gespeicherten Daten durchzuführen und die Ergebnisse in eine Datei zu
speichern. Nach Klick auf diese Schaltfläche öffnet sich der folgende
Bildschirm:

Einzugeben ist hier die Steuergerät-Adresse
des Steuergeräts, das abgefragt werden soll, sowie ein eventuell erforderlicher
Login-Code oder
Zugriffsberechtigungs-Schlüssel. Außerdem kann man auswählen, ob die Meßwertblöcke oder die Anpassungskanäle durchsucht
werden sollen, und mit den beiden Optionen Vorl.
Label-Datei und CSV-Datei
kann das gewünschte Format der Datei bestimmt werden, in der die Ergebnisse
gespeichert werden. Die Option Vorl.
Label-Datei erzeugt eine vorläufige Label-Datei (Einzelheiten hierzu
siehe Kapitel „Meßwertblöcke“ Seite 11) mit entsprechender Grundstruktur, die später
vervollständigt werden kann, und erleichtert damit die Erstellung solcher
Dateien. Die Option CSV-Datei
erzeugt eine tabellarische Übersicht über alle Meßwertblöcke bzw.
Anpassungskanäle und den Inhalt aller darin enthaltenen Datenfelder und erlaubt
damit detaillierte Einsicht in die Programmierung des betreffenden
Steuergeräts. Die Datei kann mit jedem Tabellenkalkulationsprogramm geöffnet
werden, z.B. mit Microsoft EXCEL.
Mit der Schaltfläche Ausführen
wird die Abfrage des Steuergeräts ausgelöst, mit Fertig, Zurück kehrt VAG-COM zum Bildschirm
„Sonderanwendungen“ zurück.

VAG-COM
Bildschirm „Optionen“



Auf diesem Bildschirm können Sie eine Anzahl von Optionen einstellen, mit
der Sie die Funktionsweise des Programms beeinflussen.
Anschluß-Schnittstelle auswählen
Stellen Sie hier die Schnittstelle (COM-Port) ein, an die Sie Ihren
Diagnose-Adapter angeschlossen haben. Voreingestellt ist COM1. Mit der Schaltfläche Testen können Sie prüfen, ob der COM-Port auf Ihrem Rechner
installiert ist, und ob VAG-COM den Adapter findet. Wenn ja, erhalten Sie die
Meldung „COM-Port Status: OK; Diagnose-Adapter: Gefunden!“. Wenn die Meldung
lautet „COM-Port nicht vorhanden“ ist die betreffende serielle Schnittstelle
auf Ihrem Rechner nicht vorhanden oder der vom Betriebssystem dafür vorgesehene
Treiber ist nicht oder nicht richtig installiert. Testen Sie dann einen anderen
COM-Port. Die meisten älteren PCs sind mit 2 solcher Schnittstellen ausgerüstet
(COM1 und COM2), neuere Rechner besitzen oft nur noch eine (COM1). Wenn VAG-COM
beim voreingestellten COM1 meldet „COM-Port Status: OK; Diagnose-Adapter: Nicht
gefunden!“, schließen Sie Ihren Adapter an den zweiten COM-Port Ihres Rechners
an (wenn vorhanden) und wiederholen den Test. Wenn der Adapter auch an COM2 nicht gefunden wird, sind
auf Ihrem Rechner virtuelle serielle Schnittstellen eingerichtet. Testen Sie
dann auch COM3 und COM4.
Wenn Sie einen Diagnose-Adapter mit USB-Anschluß oder einen
zwischengeschalteten USB-Seriell-Konverter von Auto-Intern GmbH benutzen, wird
durch den USB-Treiber ein zusätzlicher virtueller COM-Port installiert, der in
der Regel die Nummer 3 oder höher haben wird (bei neueren Rechnern die Nummer 2
oder höher).
Wenn an keinem COM-Port ein Adapter gefunden wird, benötigen Sie technischen
Support. Wenn der Adapter gefunden ist, klicken Sie auf Speichern, damit die richtige Einstellung auf Dauer erhalten
bleibt.
Anmerkung: Damit der Diagnoseadapter von VAG-COM erkannt wird,
muß er auch an der OBD-Buchse des Fahrzeugs angeschlossen sein, denn er erhält
seine Stromversorgung vom Fahrzeug.
Anmerkung: Wenn Sie einen Diagnose-Adapter mit USB-Anschluß von
Ross-Tech benutzen, benötigen Sie eine speziell dafür vorgesehene Version von
VAG-COM, in der Sie hier auf dem Bildschirm „Optionen“ eine zusätzliche Option USB finden, die Sie statt eines
COM-Ports aktivieren müssen.
Mit der Schaltfläche LED‘s können Sie bei älteren Diagnose-Adaptern ohne
intelligente Funktionen eine eventuell eingebaute LED auf Funktionsfähigkeit
prüfen.
Benutzer-Oberfläche
Die Option 256-Farbenmodus für
ältere PCs ändert die Hintergrundfarbe der Programmfenster von blau zu
weiß. Dieser Modus sieht auf älteren Bildschirmen besser aus. Änderungen werden
erst nach Neustart des Programms wirksam.

Mit der Option Linker Druckrand
können Sie festlegen, um wieviel Leerzeichen nach rechts versetzt der Text
einer Seite ausgedruckt werden soll.
Mit der Option Fenstergröße kann
die Größe des Programmfensters von VAG-COM an die Bildschirmgröße angepaßt
werden. Wählbar sind Werte zwischen 10 und 27, wobei der Wert 10 für eine
Bildschirmauflösung von 640x480 (14-Zoll-Bildschirm) und der Wert 27 für eine
Auflösung von 1920x1200 (22-Zoll-Bildschirm) geeignet ist. Vergrößern Sie das
Programmfenster nur schrittweise, um zu vermeiden, daß es am Ende größer wird
als Ihr Bildschirm und Sie die Schaltfläche Übernehmen oder Speichern
zum Verkleinern nicht mehr erreichen.
Protokoll-Optionen
Die Anfangs-Baudrate legt
die Datenübertragungsgeschwindigkeit fest, mit der VAG-COM ein angewähltes
Steuergerät beim ersten Versuch anspricht. In der Regel braucht die
Voreinstellung auf 0 nicht geändert zu werden. Sie bedeutet, daß VAG-COM selbst
ermittelt, mit welcher Baudrate das angewählte Steuergerät angesprochen werden muß.
Wenn Sie jedoch beim Versuch, eine Verbindung zu einem Steuergerät
herzustellen, die Fehlermeldung "Kann Baudrate nicht synchronisieren“
erhalten, setzen Sie die Anfangs-Baudrate
auf 9600. Wenn dieselbe Fehlermeldung wieder erscheint, versuchen Sie 4800,
1200, 400 und 240. Schalten Sie nach jedem Fehlversuch die Zündung AUS und dann
wieder EIN.
Anmerkung: Bei manchen
Diagnose-Adaptern muß bei Inbetriebnahme hier eine feste Baudrate von 9600 eingestellt
werden. Einzelheiten finden Sie in der Betriebsanleitung des Herstellers.
Die KW2 Verzögerung und TST Addr. umzustellen auf andere
Werte als die voreingestellten sollte nicht nötig sein, außer Sie haben
Schwierigkeiten, mit einem bestimmten Steuergerät zu kommunizieren. Wenden Sie
sich in diesem Fall an den technischen Support.
Die voreingestellte „0“ im Feld Debug
Level heißt, daß überhaupt keine Debug-Informationen ausgegeben werden.
Damit vermindert sich die Störanfälligkeit von VAG-COM gegenüber parallel
laufenden anderen Programmen, z.B. Virenscannern (außer beim Protokollieren von
Daten). Um Debug-Informationen zu erzeugen, muß eine höhere deutliche höhere
Zahl, z.B. 100, eingegeben werden. Je kleiner die Zahl ist, desto geringer sind
die erzeugten Debug-Informationen. Solche Informationen werden nur gebraucht,
wenn Sie technische Unterstützung anfordern und gebeten werden, diese Funktion
zu nutzen.
Block-Intervall oder Zeichen-lntervall betreffen das
Protokoll-Timing. Um die höchstmögliche Abtastrate beim Auslesen von
Meßwertblöcken zu erreichen, setzen sie diese Optionen auf 25 und 0. Beachten
Sie jedoch, daß dies bei einigen Steuergeräten zu unzuverlässiger Kommunikation
führen kann. Setzen Sie beide Optionen dann auf die Standardwerte 55 und 1
zurück. Bleiben die Kommunikationsproblem dennoch bestehen, sollten Sie das
Block-Intervall auf 125 und das Zeichen-Intervall auf 3 einstellen.
Die Option KP2-Zeit
bezieht sich nur auf Steuergeräte, die das KWP2000-Protokoll nutzen. Voreingestellt
ist zur Zeit der Wert 25, der bei allen Anwendungen sicher sein sollte. Wenn
man ihn heruntersetzt, erhöht sich bei Steuergeräten, die das KWP-2000
Protokoll benutzen, die Abtastrate bei den Meßwertblöcken. Er kann jederzeit
wieder erhöht werden (bis zu einem Maximum von 99. Falls es Probleme gibt,
nutzen Sie die Schaltfläche Standardeinstellungen
wiederherstellen.
Mit dem CAN-Zeitlimit kann
der Zeitraum verlängert werden, in dem VAG-COM versucht, eine Verbindung mit
dem CAN-Bus im Fahrzeug herzustellen. Die voreingestellte 0 sollte nur
verändert werden, wenn Probleme bei der Kommunikation mit einem bestimmten
Steuergerät auftreten. Einige wenige Steuergeräte erfordern einen Wert um 40.
Nehmen Sie ggf. technischen Support in Anspruch.
Initialisierungs-Einstellungen
Die Option Schnellinitialisierung bei OBD2 Aus sollte nur angekreuzt
werden, wenn beim Verbinden mit einem Fahrzeug bei einer OBD2-Abfrage
Schwierigkeiten auftreten.
CAN-Bus
am Motor Aus ist nur bei
Steuergeräten verfügbar, die an den CAN-Bus im Fahrzeug angeschlossen sind. Da
die normale K-Leitung häufig schnellere Abtastraten liefert als der CAN-Bus,
ist diese Option im Normalfall aktiviert.
CAN-Initialisierung Aus
sollte nur aktiviert werden, wenn keine Verbindung mit dem CAN-Bus im Fahrzeug
hergestellt werden soll.
Mit der Option Intelligente Funktionen
Aus können Sie VAG-COM veranlassen, Ihren Diagnose-Adapter, auch wenn
er auf der Basis eines eingebauten Mikroprozessors über eigene intelligente
Funktionen verfügt, als „dummen“ Adapter zu behandeln und auf Nutzung seiner
intelligenten Funktionen zu verzichten, wenn unvorhergesehene Probleme
auftreten. Dies sollte jedoch bei keinem der bekannten Steuergeräte notwendig
sein.
CPU-Last reduzieren
Bei Benutzung der beiden Kontrollkästchen unter CPU-Last reduzieren erhöht sich die Reaktionsgeschwindigkeit
anderer, neben VAG-COM gleichzeitig laufender Anwendungen erheblich. Nachteil
ist eine etwas reduzierte Abtastrate. Mit KWP-1281
kann diese Funktion bei einigen Steuergeräten eine unzuverlässige Kommunikation
zur Folge haben.
Werkstatt-Identifizierung
Wenn Sie im Feld Werkstattnamen
einen Namen eintragen, wird dieser auf diversen Berichten, die VAG-COM
erstellen und ausdrucken kann, z.B. auf einem Fehlercode-Bericht, mit ausgewiesen.
Als privater Nutzer oder als unabhängige Werkstatt lassen Sie den Werkstattcode einfach bei
“00000” und die VZ/Importeur-Nr.
bei „000“. Die VZ/Importeur-Nr. ist im wesentlichen ein Regionalzusatz zum
Werkstattcode. VAG-Werkstätten tragen hier ihren Werkstattcode und ihre
VZ/Importeur-Nr. ein und klicken auf Speichern.
Beide Codes lassen sich nicht mehr ohne weiteres ändern, wenn sie einmal
abgespeichert sind. Wenn erforderlich, wenden Sie sich an den technischen Support.
Speichern
speichert die eingestellten Werte endgültig. Übernehmen erlaubt Ihnen, die eingestellten Werte zu testen
ohne sie endgültig zu speichern. Abbrechen
führt ohne Änderung zurück zum Eingangs-Bildschirm.
Nach Installation des Programms bleibt die Schaltfläche Speichern deaktiviert, bis der erste Test der
Anschluß-Schnittstelle erfolgreich abgeschlossen ist, d.h. bis ein
Diagnoseadapter gefunden wurde. Darnach kann gespeichert werden.
In der Demoversion und im Online-Handbuch des Programms führt jede der
Schaltflächen Speichern, Übernehmen, Abbrechen zurück zum Eingangs-Bildschirm.
Standardeinstellungen
wiederherstellen setzt alle Protokoll-Optionen auf die
Hersteller-Voreinstellungen zurück.

VAG-COM
Bildschirm “Über”


Auf diesem Bildschirm finden Sie Copyright-Angaben, Lizenz- und
Kontaktinformationen.
Lizenz-Information
Im Feld Seriennummer wird
eine aus Zahlen und Buchstaben zusammengesetzte Seriennummer angezeigt, die zur
Anforderung einer Freischaltung benötigt wird, wenn das Programm ohne Diagnoseadapter
mit automatischer Selbstaktivierungsfunktion genutzt wird und zur Vollversion
freigeschaltet werden soll. Einzelheiten hierzu werden im Kapitel „Aktivierung
(Freischaltung)“ Seite 54 erläutert.
Wenn das Programm neu installiert ist und noch nie auf ein Steuergerät
zugegriffen und Fehlercodes ausgelesen hat, findet sich im Feld Seriennummer die Meldung „Vor
Aktivierung bitte an einem Fahrzeug testen!“ Nach der ersten
Fehlercode-Diagnose wird die Meldung dann durch die Seriennummer ersetzt.
Um zum Eingangs-Bildschirm zurückzukehren, klicken Sie auf Zurück.

VAG-COM
Aktivierung (Freischaltung)
VAG-COM wird grundsätzlich als
Shareware-Version ausgeliefert und muß zunächst auch solche installiert werden.
Im Shareware-Modus stehen die meisten Diagnosefunktionen des Programms
zur Verfügung, insbesondere das Auslesen und Löschen der in den Steuergeräten
gespeicherten Fehlercodes, aber die fortgeschritteneren Funktionen sind
blockiert, bis sie aktiviert (freigeschaltet) werden. Die Freischaltung setzt
den Erwerb einer gültigen Lizenz für die Vollversion voraus.
Je nach verwendetem Diagnose-Adapter kann die Freischaltung auf zwei Wegen
erfolgen: Wird ein Diagnose-Adapter mit Selbstaktivierungsfunktion
(Dongle-Funktion) verwendet, so muß dieser einmal freigeschaltet werden und
überträgt dann seine Freischaltung automatisch auf jeden Rechner, auf dem
VAG-COM installiert ist, sobald der Adapter daran angeschlossen und vom Programm
erkannt ist. Praktisch schaltet dann der Diagnose-Adapter das Programm frei.
Die Freischaltung bleibt erhalten, solange der Adapter angeschlossen ist, und
wird automatisch jedes Mal wieder erneuert, wenn Sie ihn erneut anschließen.
Mit diesem Typ von Adaptern können Sie VAG-COM mit einer Einzelplatzlizenz auf
beliebig vielen Rechnern nutzen, allerdings immer nur auf einem Rechner zur
selben Zeit.
Wenn Ihr Diagnose-Adapter mit
Selbstaktivierungsfunktion bei Auslieferung bereits freigeschaltet war, ist das
Thema „Aktivierung“ für Sie erledigt und das folgende Kapitel ohne Belang. Wenn
er noch nicht freigeschaltet war, müssen Sie ihn nach Erwerb der Lizenz einmal
freischalten lassen. Sie benötigen dazu eine Aktivierungsdatei, die Sie bei dem
Händler anfordern müssen, bei dem Sie Ihre Lizenz erworben haben, in der Regel
also bei Auto-Intern.
Wird ein Diagnose-Adapter ohne Selbstaktivierungsfunktion verwendet, so muß
das Programm auf dem Rechner, auf dem es installiert ist, aktiviert werden und
kann dann mit einer Einzelplatzlizenz auch nur auf diesem Rechner genutzt
werden. Bei Rechnerwechsel müssen Sie das Programm deaktivieren (Einzelheiten
im Kapitel „Deaktivierung
bei Wechsel der Hardware oder des Betriebssystems“ Seite 59) und anschließend nach Neuinstallation auf dem neuen
Rechner erneut aktivieren. Zur Aktivierung brauchen Sie einen Aktivierungscode,
den Sie ebenfalls bei dem Händler anfordern müssen, bei dem Sie die Lizenz
erworben haben.
Bevor Sie eine Aktivierung anfordern:
Bevor Sie die Vollversion aktivieren können,
müssen Sie die installierte Shareware-Version testen. Lesen Sie dazu bitte die
Fehlercodes der Steuergeräte eines Fahrzeugs aus, um sich zu vergewissern, daß
VAG-COM mit allen Steuergeräten ordnungsgemäß kommunizieren kann. Sie können
vieles auch ohne Aktivierung tun. Wenn Sie nicht sicher sind, ob das Programm
ordnungsgemäß läuft, wenden Sie sich an unseren Technischen Support. Das
Programm ist nicht aktivierungsfähig, bevor Sie nicht zumindest die Fehlercodes
eines Steuergeräts an einem beliebigen Fahrzeug ausgelesen haben. Bis zum
ersten Test zeigt das Feld Lizenz-Information
auf dem Bildschirm „Über“ die Meldung „Vor Aktivierung bitte an einem Fahrzeug
testen!“ und als Lizenz-Status
wird „Nicht getestet“ gemeldet, während zugleich die Schaltfläche Aktivieren/Deaktivieren inaktiv
ist, wie im folgenden Screenshot.

Nach erfolgreichem Test ändert sich der Lizenz-Status zu „Nicht
registriert/Shareware“ und im Feld Seriennummer
wird eine Seriennummer angezeigt, die Sie zur Anforderung eines Aktivierungscodes
benötigen. Die Schaltfläche Aktivieren
ist jetzt aktiv. Erst jetzt kann die Shareware-Version zur Vollversion freigeschaltet
werden.
Aktivierung
anfordern:
Eine Aktivierung können Sie anfordern, indem
Sie auf der Website der Auto-Intern GmbH unter der Webadresse
http://www.auto-intern.de/module-pagesetter-viewpub-tid-5-pid-0.html
das Aktivierungsformular ausfüllen. Sie
benötigen dazu die Seriennummer aus dem installierten Programm und die
Rechnungsnummer der Kaufrechnung von Auto-Intern oder die Lizenz-Nummer
(Certificate Number), die Ihnen beim Kauf der Vollversion mitgeteilt wurde. Die
Seriennummer finden Sie im Programm auf dem Bildschirm „Über“.
Wenn die Dongle-Funktion eines Diagnoseadapters mit intelligenten Funktionen
freigeschaltet werden soll, muß der Adapter am PC und am Fahrzeug angeschlossen
sein, bevor Sie den Bildschirm „Über“ aufrufen. Sind diese
Voraussetzungen erfüllt, so zeigt der Bildschirm „Über“ die Seriennummer des
Diagnoseadapters an, die zur Aktivierung seiner Dongle-Funktion benötigt wird.
Sie beginnt immer mit der Buchstabenkombination „autcd...“. Diagnoseadapter
ohne Dongle-Funktion brauchen beim Auslesen der Seriennummer nicht
angeschlossen zu sein. Achten Sie aber darauf, bei der Aktivierungsanforderung
die Seriennummer anzugeben, die VAG-COM auf demjenigen Rechner zeigt, den Sie auf Dauer für die Fahrzeugdiagnose
nutzen wollen.
Nach Absendung des Aktivierungsformulars erhalten Sie die Aktivierung in der
Regel binnen 24 Stunden per Email zugesandt.
Hinweis:
Die Aktivierungsprozedur nimmt einige
Zeit in Anspruch, weil die Anforderungen alle an den amerikanischen
Programmhersteller ROSS-TECH weitergeleitet werden müssen, denn die
erforderlichen Codes können nur dort erzeugt werden. Dabei führt allein die
Zeitverschiebung von 6 Stunden zwischen amerikanischer und mitteleuropäischer
Zeit zu zwangsläufigen Verzögerungen. Gehen Sie daher wochentags bitte von
einer Bearbeitungszeit von bis zu 24 Stunden aus, wenn Sie eine Aktivierung
anfordern. Freitags werden Anforderungen, die nach 15.00 Uhr eingehen, in der
Regel erst am darauffolgenden Montag bearbeitet. Wer es eilig hat, kann die
Aktivierung unter Angabe seiner Lizenznummer auch direkt bei ROSS-TECH unter
der Webadresse
http://www.ross-tech.com/vca/long-form.html
anfordern. Achten Sie in diesem Fall aber darauf, Ihre Lizenz-Nummer
(Certificate Number) mit anzugeben, sonst kommt es infolge von Rückfragen doch
wieder zu Verzögerungen. Freischaltungen für Adapter mit
Selbstaktivierungsfunktion müssen aber über den Händler angefordert werden, bei
dem sie erworben wurden.
Wichtig: Um die Seriennummer in das
Aktivierungsformular zu übertragen, benutzen Sie bitte zur Vermeidung der
häufig vorkommenden Schreibfehler die Befehle Kopieren und Einfügen
Ihres Betriebssystems. Wenn Sie VAG-COM auf einem Rechner installiert haben,
der keinen Internet-Zugang hat, sollten Sie die Seriennummer mit Kopieren
und Einfügen in eine Textdatei (z.B. eine NOTEPAD-Datei)
übertragen, diese auf Diskette abspeichern, und dann auf Ihrem Computer mit
Internet-Zugang die Seriennummer von der Diskette ins Aktivierungsformular übertragen.

Aktivierung bei Verwendung eines Diagnose-Adapters
mit Selbstaktivierungsfunktion
Wenn Sie die Aktivierung für einen Diagnose-Adapter mit
Selbstaktivierungsfunktion angefordert haben, erhalten Sie eine
Aktivierungsdatei, die Sie in denjenigen Ordner auf Ihrer Festplatte kopieren
müssen, in dem VAG-COM installiert ist (Standard: C:\PROGRAMME\VAG-COM). Schließen Sie dann Ihren Diagnoseadapter an den PC
und an ein Fahrzeug an, starten Sie VAG-COM, gehen Sie zum Bildschirm „Optionen“ und klicken Sie auf die Befehlsschaltfläche Testen. Folgen Sie dann den
Anweisungen auf dem Bildschirm.
Aktivierung bei Verwendung eines Diagnose-Adapters
ohne Selbstaktivierungsfunktion
Wenn Sie mit einem Diagnose-Adapter ohne Selbstaktivierungsfunktion arbeiten,
erhalten Sie einen Aktivierungscode, den Sie ins Programm eingeben müssen.
Rufen Sie dazu in VAG-COM den Bildschirm „Über“ auf und
prüfen Sie zunächst, ob die Seriennummer noch dieselbe ist, die Sie bei
Anforderung des Aktivierungscodes angegeben haben. Ein Aktivierungscode ist
immer nur für eine bestimmte Seriennummer gültig und wird vom Programm nur
akzeptiert, wenn die richtige Seriennummer vorliegt. Wenn nicht, kontaktieren
Sie bitte unseren Technischen Support, bevor
Sie mit der Aktivierung weiterfahren.
Wenn die Seriennummer stimmt, tragen Sie
bitte den erhaltenen Code im Feld Aktivieren
ein. Benutzen Sie auch hier bitte die Systembefehle Kopieren und Einfügen,
um Fehler zu vermeiden. Klicken Sie dann auf die Schaltfläche Aktivieren.

Hinweis: Eingabe eines falschen
Aktivierungscodes, auch infolge eines Schreibfehlers, bewirkt oft, daß eine
neue Seriennummer erzeugt wird. Wenn das passiert, müssen Sie unter Angabe der
neuen Seriennummer auch einen neuen Aktivierungscode anfordern. Diese
unangenehme Komplikation läßt sich vermeiden, wenn man den Aktivierungscode
nicht manuell eingibt, sondern per Systembefehl Kopieren und Einfügen.
Wenn
Sie aus irgendwelchen Gründen gar keine Möglichkeit haben, den Code mit Kopieren und Einfügen einzutragen, sollten
Sie ihn auf keinen Fall beim Abschreiben in der Schriftart Courier darstellen,
weil bei dieser Schrift der Kleinbuchstabe l (wie „Ludwig“) und die Zahl 1
(„eins“) kaum zu unterscheiden sind. Verwechslungen dieser beiden Zeichen sind
die häufigste Ursache für Fehler. Courier ist die Schriftart, in welcher der
vorliegende Absatz geschrieben ist.
Wenn VAG-COM einen Aktivierungscode nicht akzeptiert, quittiert es die
Eingabe mit einer Fehlermeldung, die auch einen numerischen Fehlercode enthält.
Schreiben Sie diesen Fehlercode bitte auf und nennen Sie ihn, wenn Sie sich an
den Technischen Support wenden.
Die Koppelung des Freischaltcodes an den Computer, auf dem VAG-COM
installiert ist, dient nur dazu zu verhindern, daß das Programm im großen
Maßstab kopiert und eingesetzt wird, obwohl nur eine Einzelpatz-Lizenz
vorliegt. Wenn ein Lizenzinhaber seinen Rechner austauscht, den er bisher zur
Fahrzeugdiagnose verwendet hat, oder sonst ein legitimer Grund für eine weitere
Freischaltung geltend gemacht wird, wird sie nach Prüfung der Voraussetzungen
in der Regel erteilt. Das Problem betrifft nur noch Nutzer älterer
Diagnose-Adapter, die noch nicht mit einer Selbstaktivierungsfunktion
ausgestattet sind. Wer einen neueren Adapter mit Selbstaktivierungsfunktion besitzt,
kann diesen ohnehin an jedem beliebigen Rechner einsetzen.
Hinweis: Die Möglichkeit der
gleichzeitigen Freischaltung eines zweiten Rechners (Laptops) bei einer
Einzelplatz-Lizenz ist seit Einführung von Diagnose-Adaptern mit Selbstaktivierungsfunktion
nicht mehr notwendig und daher nach den neuen Lizenzbestimmungen des
Programmherstellers auch nicht mehr vorgesehen.
Zur Prozedur der Deaktivierung einer freigeschalteten Installation von
VAG-COM siehe Kapitel „Deaktivierung bei Wechsel der Hardware oder des
Betriebssystems“, Seite 59.
Aktivierung überprüfen
Wenn die Aktivierung erfolgreich war, sollte das Anzeigefeld Aktivieren deaktiviert sein und
anzeigen „Programm ist bereits aktiviert“. Wenn Sie dann zum Bildschirm „Über“ zurückkehren, sollte unter Lizenz-Status „Voll
registriert / Aktiviert“ stehen, wie im nachfolgenden Screen-Shot.


VAG-COM
Deaktivierung bei
Wechsel der Hardware oder des Betriebssystems
Wenn Sie einen Diagnose-Adapter mit
Selbstaktivierungsfunktion (Dongle-Funktion) benutzen, ist das
nachfolgende Kapitel für Sie ohne Belang.
PC-basierte Aktivierungscodes lizensierter Vollversionen sind immer nur für
die Seriennummer desjenigen Rechners gültig, für
die sie erzeugt wurden. Die Seriennummer wird aus den Hardware-IDs bestimmter
Rechnerkomponenten generiert. Das hat zur Folge, daß sie sich ändert, sobald
eine Änderung an der Hardware des betreffenden Rechners eintritt. VAG-COM
schaltet dann automatisch in den funktionsbeschränkten Shareware-Modus zurück,
wenn die Seriennummer nicht mehr mit dem eingetragenen Aktivierungscode
übereinstimmt. Das geschieht natürlich immer, wenn VAG-COM auf einem neuen
Rechner installiert oder nach dort kopiert wird, aber auch z.B. bei Einbau
einer neuen Festplatte, oder auch bei Neuinstallation des Betriebssystems, weil
die Hardware-IDs vom Betriebssystem bei jeder Neuinstallation neu festgelegt werden.
In allen diesen Fällen wird eine neue Aktivierung erforderlich. Um diese
problemlos zu ermöglichen, ist eine Deaktivierungsfunktion in das Programm
eingebaut, mit deren Hilfe eine aktivierte (freigeschaltete) Installation
nachweisbar deaktiviert, also in den lizenzfreien Shareware-Modus zurückversetzt
werden kann, so daß die Lizenz wieder frei wird
für eine weitere Aktivierung.
Um die Deaktivierungsfunktion zu nutzen,
rufen Sie bitte, bevor Sie
Änderungen an der Hardware oder am Betriebssystem Ihres Rechners vornehmen,
VAG-COM auf, gehen Sie zum Bildschirm „Über“ und klicken
Sie dort im Feld Lizenzinformationen
auf die Schaltfläche Registrieren/Aktivieren/Übertragen.
Es öffnet sich der Bildschirm „Lizensierte Vollversion Aktivieren“, auf dem Sie
den Aktivierungscode (Freischaltcode) und eine Schaltfläche Deaktivieren finden. Bei Klicken
auf diese Schaltfläche Deaktivieren
wird ein Deaktivierungscode erzeugt, der im darunterliegenden Anzeigefeld Deaktivierung erfolgt angezeigt
wird. Kopieren Sie diesen Deaktivierungscode in eine normale Textdatei, die Sie
z.B. mit NOTEPAD oder WINWORD erstellen können, und speichern Sie diese
Datei an einer wiederauffindbaren Stelle ab. Vom Abschreiben des Codes wird
wegen der dabei allzu häufig auftretenden Schreibfehler dringend abgeraten.
Wenn Sie den Deaktivierungscode auf der Website der Auto-Intern GmbH unter
der Webadresse
http://www.auto-intern.de/module-pagesetter-viewpub-tid-5-pid-0.html
zusammen mit Ihrer Lizenznummer registrieren lassen, wird Ihre Lizenz für
eine künftige Neuaktivierung wieder frei, die Sie auf die bekannte Weise
anfordern können, sobald Sie Ihren Rechner umgestellt haben und eine neue
Seriennummer vorfinden. Es besteht auf der genannten Website auch die
Möglichkeit, den Deaktivierungscode zusammen mit der neuen Seriennummer direkt
bei Anforderung eines neuen Aktivierungscodes anzugeben.
Für den Fall, daß der Deaktivierungscode nach erfolgter Deaktivierung aus
irgendwelchen Gründen verloren gegangen ist, legt VAG-COM beim Betätigen der
Schaltfläche Deaktivieren im
gewählten Programmverzeichnis (standardmäßig C:\PROGRAMME\VAG-COM) die Datei
DE-ACT.TXT an, worin der Deaktivierungscode lesbar abgespeichert ist. Diese
Datei können Sie durch einfachen Doppelklick öffnen oder direkt als Dateianhang
an info@auto-intern.com schicken, um sich den Anspruch auf eine weitere
Aktivierung zu sichern.

VAG-COM
Anhang A: Bekannte Probleme
·
Es gibt einige Berichte, die darauf hindeuten, daß
VAG-COM in allen neueren Versionen seit Version 211.1 Schwierigkeiten mit dem
Firewall-Programm ZONE ALARM hat. Wenn Sie ZONE ALARM benutzen, schalten Sie es
während der Arbeit mit VAG-COM ab.
·
Service Pack 1 für Windows 2000 hat negative
Auswirkungen auf die Echtzeitfähigkeiten von VAG-COM und führt zu
unzuverlässiger Kommunikation mit manchen Steuergeräten. Installieren Sie
Service Pack 2 oder 3, um das Problem zu lösen.
·
Es gibt Berichte, die darauf hindeuten, daß VAG-COM mit
TDI-Motorsteuergeräten der Baujahre 1993 – 1994 nicht läuft, wenn ein
Diagnose-Adapter ohne intelligente Funktionen („dummes Interface“) benutzt
wird. Sie benötigen bei diesen Fahrzeugen einen intelligenten Adapter mit
eingebautem Mikroprozessor.
Airbag System in VW-/SEAT-/Skoda-Fahrzeugen
der Golf-/Bora-/Beetle-Klasse aus Baujahr 2000-2001 (Wichtig!)
Es gibt einige Berichte über Airbag-Warnlampen, die nach Diagnosen mit
VAG-COM ständig leuchten. Das Airbag-Steuergerät zeigt Fehlercode Nr. 65535,
was auf einen internen Fehler hindeutet, der nicht zu beheben ist. Das Problem
ist offenbar auf Airbag-Steuergeräte mit der Teilenummer 6Q0-909-605-A
beschränkt. Es gibt verschiedene Varianten dieses Steuergeräts und nicht alle
sind betroffen, aber eine definitive Liste sämtlicher kritischen Geräte zu
erstellen, war bisher nicht möglich. Betroffen sind Airbags im Golf,
Jetta/Bora, Beetle oder in gleichartigen SEAT- oder Skoda-Modellen aus den
Baujahren 2000 und 2001.
Ursache ist definitiv ein Bug in der Firmware des Steuergeräts, der VW auch
bekannt zu sein scheint, denn soweit erkennbar, haben die betroffenen
Steuergeräte nach Reparatur in den Fachwerkstätten ein neues Typenschild
erhalten, das über das alte geklebt worden ist. Das deutet auf eine Aktualisierung
ihrer Firmware hin. Außerdem sind die Geräte mit der fraglichen Teilenummer
nicht mehr als Ersatzteile lieferbar, sondern wurden durch Geräte mit der
Teilenummer 1C0-909-605-A ersetzt, von denen keine Probleme bekannt geworden
sind.
In den letzten Jahren sind keine Meldungen zu diesem Problem mehr
eingegangen. Wahrscheinlich sind alle betroffenen Steuergeräte am Markt
inzwischen repariert oder ausgetauscht. Außerdem wurden seit Version 404
Sicherheitsvorkehrungen in VAG-COM eingebaut, um den Bug zu umgehen. Dazu
gehört auch die im Kapitel „Steuergerät
auswählen“ auf Seite 3 beschriebene Warnung, die das Programm ausgibt, wenn
es Probleme beim Zugriff auf ein Airbag-Steuergerät hat. Die Gefahr, ein
solches Steuergerät beim Zugriff mit VAG-COM zu beschädigen, hat sich dadurch
minimiert, völlig ausschließen läßt sie sich jedoch nicht. Es wird daher dringend empfohlen, bei Fahrzeugen vom Typ VW Golf, VW
Jetta/Bora, VW Beetle und bei den entsprechenden Modellen von SEAT und Skoda
aus Baujahren 2000 und 2001 festzustellen, ob die Teilenummer des
Airbag-Steuergeräts 6Q0-909-605-A lautet, bevor man mit VAG-COM auf dieses
Steuergerät zugreift.
Die Position des Airbag-Steuergeräts im
Fahrzeug zeigt die folgende Abbildung:

Wenn beim Airbag-Steuergerät die
Teilenummer 6Q0-909-605-A vorliegt und Sie dennoch mit VAG-COM auf dieses
Steuergerät zugreifen, tun Sie dies auf eigene Gefahr. Für auftretende Schäden
wird keine Haftung übernommen.
Bei Airbag-Steuergeräten mit anderen Teilenummern besteht das beschriebene
Problem nicht. Dasselbe gilt auch für alle anderen Steuergeräte in den
betroffenen Fahrzeug-Modellen.
Diese Steuergeräte scheinen einen Bug zu haben, der dazu führt, daß die
Kommunikation abbricht, wenn VAG-COM nach den „Extra“-Informationen des Tür-Steuergeräts frägt. Ein Workaround
für dieses Problem steht in Version Alpha 0.70e zur Verfügung. Diese Version
frägt einfach nicht nach „Extra“-Informationen.
Wenn Sie einen Passat B5 aus 1997 (nur Nicht-US-Fahrzeuge) besitzen, benutzen
Sie die Version Alpha 0.70e (Download unter http://www.ross-tech.com/vag-com/download/alpha/
VagCom-A70e.exe) für das zentrale Komfortsystem. Passats aus den Jahren
1998 und später haben diesen Problem nicht.
Setzen Sie die Anfangs-Baudrate
auf dem Bildschirm „Optionen“ auf 4800, um diese
Steuergeräte zum Arbeiten zu bringen. Wenn ein anderer Wert in der
Anfangs-Baudrate steht, stürzt das Steuergerät ab und die Zündung muß erst AUS-
und dann wieder EIN-geschaltet werden, bevor eine neue Kommunikation wieder
aufgenommen werden kann. Wenn ein intelligenter Diagnose-Adapter mit
automatischer Baudratenerkennung benutzt wird, besteht das Problem nicht.
Diese Steuergeräte können mit VAG-COM nicht angesprochen werden. Auch das
VAG-eigene Testgerät VAG 1552 kann nur mit ihnen kommunizieren, wenn es eine
alte, überholte Programmkarte installiert hat.
Diese Steuergeräte haben einige
merkwürdige Programmierfehler in den Protokollen, die eine Zusammenarbeit mit
VAG-COM verhindert haben. Seit Version 409 ist das Problem gelöst.
Diese
Steuergeräte verlangen ein spezielles Timing. Bei Kommunikationsschwierigkeiten
sollte das Zeichenintervall
auf dem Bildschirm „Optionen“ auf
4 oder 5 gestellt werden.
Diese Geräte werden von Matsushita hergestellt. Einige scheinen Bugs in den
Diagnoseprotokollen zu haben. Die Einzelheiten werden noch untersucht, eine
zuverlässige Lösung steht noch aus.
Einige Concert-Radios bleiben beim Versuch, Kommunikation herzustellen. in
einem ungewollten Modus hängen. Um sie wieder zu starten, muß man die
Stromversorgung für mindestens 10-15 Sekunden komplett abstellen durch:
·
Ausbau des Radios aus dem Fahrzeug
·
Abklemmen der Fahrzeugbatterie
·
Herausnehmen der Radio-Sicherung
Es empfiehlt sich hier, bei der Diagnose den Motor laufen zu lassen. Die bessere
Spannungsversorgung dürfte helfen, das Problem zu vermeiden.
Anmerkung: Bei einigen Radios muß nach Stromverlust der „Sicherheitscode
(security code)“ am Bedienfeld eingegeben werden. Einzelheiten entnehmen Sie
bitte dem Benutzerhandbuch für Ihr Radio.
Diese Instrumente haben eine hohe Bitfehler-Rate. Vermutlich nutzen sie
einen Software-UART und ziehen die Bits manchmal in die Länge. Die
Fehlerentdeckungs- und –korrektur-Logik, die in den Low-level-Protokoll-Treibern
von VAG-COM seit Version 0.70 eingebaut sind, scheinen das in der Mehrzahl der
Fälle zu berücksichtigen, aber es gibt einige Berichte von Kunden, die mit
diesen Kombiinstrumenten nicht kommunizieren konnten. In Version 0.75 oder
höher sollte man sicherstellen, daß Zeichen-Intervall
auf dem Bildschirm „Optionen“ auf ca. 3 gesetzt ist.
Auf manchen PCs kann es nötig werden, diesen Wert anzupassen. Auf sehr
schnellen PCs sollte man einen höheren Wert ausprobieren, auf sehr langsamen
einen niedrigeren.
Manchmal hilft es auch, wenn man das Kombiinstrument ausbaut und die
Kontakte am Stecker mit einem geeigneten Reinigungsmittel reinigt.
VAG-COM kann mit einigen dieser Steuergeräte nicht kommunizieren, wenn ein
Diagnose-Adapter ohne intelligente Funktionen benutzt wird. Die Steuergeräte
(hergestellt von Hella) sind derart empfindlich bezüglich des
Protokoll-Timings. daß sie nur mithilfe eines intelligenten Adapter angesprochen
werden können.
Das Hitachi-Steuergerät hat einen Programmierfehler, der zuverlässiges
Auslesen oder Protokollieren von mehreren Meßwert-Gruppen gleichzeitig nicht
erlaubt. Für diese Steuergeräte wird empfohlen, jeweils nur eine Gruppe
auszulesen.

VAG-COM
1. Was ist der Unterschied zwischen VAG-COM und einem
OBD2-Diagnose-Programm?
Antwort: OBD2
ist ein im Regierungsauftrag entstandenes Diagnoseprotokoll, das in erster
Linie auf die Diagnose von abgasbezogenen Problemen ausgerichtet ist. Ein
OBD2-Diagnoseprogramm funktioniert mit vielen verschiedenen Fahrzeugtypen.
VAG-COM benutzt das VW-eigene Diagnoseprotokoll und funktioniert nur mit
VW/Audi-Fahrzeugen. Man kann ein OBD2-Diagnoseprogramm zwar an einem
OBD2-konformen VW oder Audi (1996 oder neuer) benutzen, aber es kann nur mit
dem Motor kommunizieren, nicht mit den vielen anderen „intelligenten“ Systemen
im Fahrzeug. Sie wollen Ihre Zentralverriegelung oder Ihr Radio umprogrammieren?
Oder ein Problem mit Ihrem ABS, den Airbags oder der Schaltautomatik
diagnostizieren? Oder Ihre Wegfahrsperre nach dem Austausch des
Motorsteuergeräts neu einrichten? Die Serviceanzeige zurücksetzen? Mit einem
vor 1996 gebauten (nicht OBD2-konformen) Fahrzeug kommunizieren? Ein
OBD2-Diagnoseprogramm kann von all dem nichts.
2. Welche Abtastraten lassen sich bei der Kommunikation mit
einem Steuergerät erzielen?
Antwort: VAG-COM kann das Protokoll-Timing nur begrenzt kontrollieren. Das
Steuergerät im Fahrzeug hat auch Einfluß auf Timing und
Datenübertragungsgeschwindigkeit. Einige Steuergeräte sprechen einfach
schneller als andere.
Die Abtastrate kann außerdem durch den PC
beeinflußt werden, der benutzt wird. VAG-COM hat mit der Hardware des seriellen
Ports direkt nichts zu tun, alle Ein- und Ausgaben werden über die seriellen
Port-Treiber von Windows abgewickelt und dabei entsteht beträchtlicher
Overhead.
Beispiel für erzielbare Abtastraten bei einem
1997er VR6, bei dem alle drei Steuergeräte mit 9600 bps laufen, beim Lesen
eines einzelnen Blocks mit den aggressivsten Timing-Einstellungen auf einem
Desktop Dual-PC mit 2 x 500 MHz Celerons, 256 MB RAM unter Windows 2000 ohne Service-Pack:
Motor: 4.0 - 4.4
ABS Bremsen: 3.1 - 3.2
Airbags: 3.7 - 3.8
Auf einem Laptop mit 450 MHz Prozessor, 64 MB RAM unter Windows 98 SE bei
Anschluß an den eingebauten seriellen Port:
Motor: 3.6 - 3.8
ABS Bremsen: 3.0 - 3.1
Airbags: 3.6 - 3.7
Auf demselben Laptop bei Anschluß an
einen USB-Adapter von Quatech:
Motor: 2.8 - 3.7
ABS Bremsen: 2.0 - 2.4
Airbags: 3.0 - 3.1

VAG-COM